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„Züri brännt“ und andere Dokumente zur Zürcher 80er-Bewegung

zuribrannt

Der Film „Züri bränt“ wird digitalisiert, damit er auch in Zukunft in Kinos gezeigt werden kann. Finanziert wurde das Vorhaben via Crowdfunding auf wemakeit.ch. Ich hoffe, dass der Film, dann dereinst auch online verfügbar gemacht wird. Er ist zwar hier bei artfilm.ch auch im VOD-Angebot, aber das dort eingesetzte System (Filmkey) ist umständlich und überhaupt nicht mehr zeitgemäss.

Es gibt bereits einiges an Archivmaterial zur 80er Bewegung in Zürich im Netz zu finden:

Stadt in Bewegung, Ausschnitte aus 16 Videos aus dem Videoarchiv ‚Stadt in Bewegung‘. Zusammengestellt von Stöff Burkhard und Heinz Nigg.

Das Video war auf der DVD zum vergriffenen Buch „Wir wollen alles, und zwar subito!“ aus dem Limmat-Verlag, welches erfreulicherweise als DRM-freies PDF E-Book beim Verlag verfügbar ist.

Die Videos liegen im Sozialarchiv und sind hier alle online.

Und natürlich die berühmte CH-Magazin Sendung vom 15. Juli 1980 mit Herr und Frau Müller.

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One Response to „Züri brännt“ und andere Dokumente zur Zürcher 80er-Bewegung

  1. Ernst Jacob 31. Dezember 2014 at 20:29 #

    Ich erinnere mich noch gut daran, damals, als ich mich mit zwei japanischen Geschäftsfreunden zum Fondue-Essen in einem damals populären Restaurant beim Hirschenplatz aufmachte. Durch das Gässchen unten vom Quai drangen die Geräusche und die Wolken von Rauch und Tränengas zu uns herauf, ich aber beruhigte die etwas ängstlich gewordenen Herren aus Japan mit den Worten, es würde sicher niemand die vielleicht knapp 100 Meter zu uns rauf kommen, und schon gar nicht in das Restaurant, es wären ja sowieso nur einige verwöhnte Kindern, solcher, die es sich leisten konnten, sie auf höhere Schulen zu schicken, und die wohl glaubten, der Welt mit etwas Lärm und Rauch etwas Wichtiges mitteilen zu müssen.

    Das Fondue war ausgezeichnet. Und die Japaner tief beeindruckt. Beeindruckt auch davon, während ihres ganzen Besuch bei uns nie einen Polizisten gesehen zu haben. Und eine Demo, mindestens am Rand, live miterlebt zu haben, ohne dass es eigentlich, offenbar, so wirklich jemanden interessierte.

    Zürich hat aber trotzdem nie gebrannt. Wohl auch weil man Glück hatte, dass einige Banken ihren Hauptsitz in Zürich haben, und man es sich eine Zeitlang leisten konnte, den verwöhnten Kinderm, derer, die es sich leisten können, sie auf höhere Schulen zu schicken, etwas Freiraum zu geben.

    Und so ergab sich, dass auch noch Andere kamen, die in der Stadt leben wollten. Und neuerdings gelegentlich auch Solche kommen, die von Zeit zu Zeit das machen wollen, was die, die vielleicht damals mit dabei waren, ja auch schon machten. Wenn auch vielleicht nicht mehr ganz so harmlos, wie es früher noch Mode war.

    Man sollte es aber gelassen nehmen, in einer Stadt, die doch jahrzehntelang sehr gut davon lebte, die organisierte Finanz-Kriminalität der Welt in ihren Mauern zu beherbergen. Und es denen nicht allzu übel nehmen, die ihren Frust über eine solche Gesellschaft gelegentlich im öffentlichen Raum von Zürich abreagiert. Auch wenn längst nicht Alle, die an solchen Demo’s teilnehmen, es aus diesen Gründen tun.

    Solange sie aber die internationalen Gäste in Restaurants nicht belästigen, habe ich damit, ehrlich gesagt, eigentlich überhaupt kein Problem. Es erinnert mich nur an früher, und und eines der besten Fondue’s, das ich je genoss…

    PS. ich korrigiere nie

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