Byte Oktober 1982 – Eine meiner ersten Computerzeitschriften

Vor ein paar Monaten ist mir eine alte Ausgabe des US-amerikanischen Byte Magazin in die Hände gefallen. Das war eine der ersten Computerzeitschriften, die ich mir gekauft habe.

Byte Magazine Volume 7 Number 10 – Oktober 1982 – Cover

Die Ausgabe Number 10 Volume 7 erschien im Oktober 1982. Ich war damals ein vierzehnjähriger Schüler. Weil bei uns im Freiamt zu dieser Zeit noch kaum Computerzeitschriften erhältlich waren, bin ich hin und wieder mit dem Zug nach Zürich gefahren. Dort im Shopville im Hauptbahnhof gab es einen riesigen Kiosk mit einem fantastischen Sortiment an internationalen Zeitungen und Zeitschriften. Bedenkt, dass es 1982 noch kein Internet für die Allgemeinheit gab. Mein Tor zur Welt war der Bahnhofkiosk in Zürich.

Das Preisetikett über CHF 11.70 ist auf der hinteren Seite noch vorhanden. Ich habe also, zusammen mit dem Zugbillett, für mein Alter eine Unsumme ausgegeben, um ein dickes Heft kaufen zu können, in welchem, in einer Sprache, der ich nicht mächtig war, über Dinge berichtet wurde, von denen ich wenig Ahnung hatte.

1982 gab es in meinem Umfeld erst sehr wenige Computer. In Muri mit seinen damals ungefähr 5500 Einwohner:innen, waren vielleicht zehn, maximal zwanzig Rechner in Betrieb. So wurde etwa die Adressliste der ehemaligen Bezirksschüler auf dem Computer des Apothekers geführt. Ich wurde einmal von der Schulpflege dazu verbrummt solche Adressen in dieses System zu erfassen. Mein Klassenlehrer hat dafür gesorgt, dass ich diesen Job machen musste und nicht wie die anderen in der Waschküche des Pflegeheims Unterwäsche sortieren, weil er von meinem Interesse für die Computerei wusste. Ich empfand das natürlich alles andere als eine Strafe und war ihm in grossem Masse dankbar dafür. Die Vorstellung einen ganzen Nachmittag vor einem richtigen Computer sitzen zu “müssen” war der Hammer. Allerdings hat das Eintippen von Adressen dann aber ziemlich bald seinen Reiz verloren und der Nachmittag wollte und wollte nicht enden.

Trotzdem blieb ich fasziniert von diesen Maschinen. Ich konnte stundenlang in Zeitschriften wie der Byte schmökern und die Inserate studieren. Die Beiträge verstand ich selten, nicht nur, weil ich kaum Englisch sprach, sondern auch, weil ich noch sehr wenig Ahnung von Prozessoren, Schnittstellen, Programmiersprachen und dergleichen hatte und mir eigentlich überhaupt nicht vorstellen konnte, was mit diesen Geräten konkret gemacht wird.

Man sieht oben links im B des Byte Logos, wie ich mit meiner krakeligen „Schnürlischrift“ meinen Namen vermerkt habe, damit auch wirklich klar war, wem dieses Heft gehört.

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