Fairly Trained stellt Zertifikate für KI-Firmen aus, die Rechteinhaber fragen bevor sie trainieren.

🎗 Fairly Trained möchte Unternehmen zertifizieren, die KI-Modelle trainieren und dabei vorher die Rechteinhaber von urheberrechtlich geschütztem Material um Erlaubnis gebeten haben. Die Organisation wurde von einem ehemaligen Stable Diffusion Manager gegründet und findet derzeit offenbar vorwiegend von der Musikbranche Unterstützung.

🙃 Ich bin der Meinung, dass das eine Schnapsidee ist.

👉 Das Training und die Entwicklung von grossen Sprachmodellen stellt keine Nutzung eines Werkes dar, weshalb keine Einwilligung erforderlich ist. In den KI-Modellen sind die zum Training verwendeten Werke nicht enthalten, sondern lediglich statistische Zusammenhänge zwischen den Elementen der Werke. Selbst wenn wir dies auf einer nicht-technischen Ebene betrachten, ist die Annahme, dass Werke im ursprünglichen, urheberrechtlichen Sinn «gestohlen» oder «genutzt» werden, irreführend. Auch wir Menschen entwickeln unsere Fähigkeiten durch die Auseinandersetzung mit den Werken anderer. Jede Künstler:in beginnt ihre Ausbildung, indem sie die Techniken aus Werken anderer erlernt. Darauf aufbauend entstehen neue Kreationen. Der kreative Prozess ist ein interpersoneller Prozess. Niemand käme auf die Idee, dass das Studium und die Nachahmung anderer Kunstwerke zur Entwicklung eigener Fähigkeiten oder zur kreativen Inspiration eine Rechtsverletzung darstellen.

🗣 Am Winterkongress 2024 der Digitalen Gesellschaft, werde ich am 2. März 2024 einen Vortrag zum Thema «Das Urheberrecht im Zeitalter der generativen KI» halten. Dort werde ich diese Aussage vertiefen und begründen.

Update vom 28. Januar 2024

Ich habe diesen Beitrag auch auf LinkedIn gepostet und es hat sich dort eine interessante Diskussion mit dem IT-Journalisten Matthias Schüssler entwickelt.

Dazu habe ich auch noch diese Perplexity AI Abfrage mitgegeben.

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