Wir haben eine Klimaoase in Kölliken

Am letzten Freitag haben wir in Kölliken feierlich unsere Klimaoase eröffnet. Die Aktion Klimaoase animiert und unterstützt Gemeinden im Kanton Aargau vermehrt Bäume im Siedlungsgebiet zu pflanzen. Wir haben uns im Gemeinderat im Rahmen der Erarbeitung unseres Klimaleitfadens dazu entschieden eine solche Klimaoase einzurichten, auch um unseren Bestrebungen in Sachen Klimaschutz mit einem sichtbaren Statement Nachdruck zu verleihen.

Eine Gruppe von Menschen pflanzt einen Baum in Kölliken
Einer der beiden Mehlbeerbäume wird zur Eröffnung der Klimaoase Kölliken gepflanzt.

Zwischen der Metzger- und der Mühlegasse beim Köllikerbach wurde eine zuvor versiegelte Fläche, die zeitweise vor allem als Autoabstellplatz diente, mit zwei Mehlbeerbäumen bepflanzt. Zwei Holzbänke bereichern den neuen Platz und werden in Zukunft ganz bestimmt zum Verweilen einladen.

Die Klimaoase Kölliken, noch etwas karg, aber wird bestimmt bald grün.

Der Klimaleitfaden ist durch eine Arbeitsgruppe unter der Leitung meines Gemeinderatskollegen Michael Müller erarbeitet worden. Die Initialzündung geht auf einen Überweisungsantrag an der Gemeindeversammlung vom 17. Mai 2019 zum Thema “Klimawandel” zurück, welcher vom ehemaligen Gemeinderat und Präsident der Bärentatze (Grüne Partei) Martin Bossard angestossen wurde. Unser Gemeindeammann Mario Schegner hat sich von Anfang offen für den Vorschlag gezeigt, dass wir uns als Gemeinde in Sachen Klimaschutz engagieren sollen.

Die Klimaoase wurde von den Mitarbeitern unseres Werkhofs unter der Leitung von Roland Müller gebaut. Die Bänke wurden vom Forstbetrieb Kölliken-Safenwil durch das Team von Severin Dommen aus Holz aus dem Wald der Ortsbürger gefertigt. Der Vorschlag, dass wir Mehlbeerbäume pflanzen sollen wurde von der Natur- und Landwirtschaftskommission durch Rudolf Lüthi eingebracht. Neben der Finanzierung durch die Einwohnergemeinde haben auch die Ortsbürger und verschiedene Unternehmen, sowie die Ortssektion der FDP einen Zustupf gespendet.

Die Klimaoase Kölliken in ihrer ganzen Pracht.

Im Zuge der Verabschiedung des Leitfadens sind wir übrigens auch der Klima- und Energiecharta der Städte und Gemeinden beigetreten.

Ich bin der Meinung, dass wir hier ein wunderbares Beispiel dafür haben, wie das Zusammenspiel zwischen den verschiedenen Akteurinnen und Akteuren in unserer Demokratie funktioniert. Es können von Aussen jederzeit Ideen eingebracht werden (Überweisungsantrag). Die konkrete Ausgestaltung der Umsetzung findet im Zusammenspiel zwischen Behörden und Bevölkerung statt (Arbeitsgruppe, Gemeinderat, Verwaltung, Werkhof, Forstbetrieb, Sponsoren, usw.). Ein globales Thema wird durch gemeinsames Handeln auf allen politischen Ebenen angepackt und nicht einfach nur erwartet, dass die nächste Stufe etwas unternimmt.

Mir ist klar, dass wir weder mit der Klimaoase noch mit dem Beitritt zur Klima- und Energiecharta den Klimawandel aufhalten können und es ist auch klar, dass diese Massnahmen bei weitem nicht genügen. Aber es ist ein Anfang und es ist ein klarer Wille vorhanden als Gemeinde, natürlich immer auch im Rahmen unserer finanziellen Möglichkeiten, unseren Teil beizutragen. Es sind bereits weitere Aktivitäten in Planung und ich werde euch hoffentlich bald mehr dazu sagen können.

Wichtig scheint mir, noch zu erwähnen, dass wir letztendlich alle gefordert sind, unseren Teil zum Klimaschutz beizutragen und zwar ohne dass wir einander vorhalten, wer was zu tun hat, sondern indem wir uns gemeinsam immer wieder fragen, welche Lösungswege es zu diskutieren und auszuprobieren gäbe und wie wir es schaffen, ernsthaft aber auch lustvoll und vor allem ohne Groll gegeneinander, Tag für Tag einen Schritt weiter zu kommen.

In diesem Sinne ein grosses Dankeschön an alle, die zur Klimaoase Kölliken und zum Klimaleitfaden beigetragen haben.

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