Top Navigation

Der Mitbewerber – Freund oder Feind?

Viele der sogenannten Befürworter des Wettbewerbs bzw. einer marktwirtschaftlichen Ordnung sind ironischerweise oft nicht gut auf ihre Mitbewerber zu sprechen. Sie empfinden sie als lästige Nebenerscheinung. Ja sie würden die Konkurrenz am liebsten für immer und ewig ausschalten. Das ist auch einer der Hauptgründe, warum es so viele Branchenverbände gibt und warum es immer wieder zu unheiligen Allianzen zwischen "dann-wenn-es-mir-nützt"-Liberalen und Etatisten kommt.

Diese Haltung zeitg sich in den folgenden gängigen Reaktionsmustern, die ich immer wieder antreffe:

  • Die Mitbewerber verfluchen.
  • Die Mitbewerber schlecht machen.
  • Die Mitbwerber ignorieren.
  • Sich mit einigen Mitbewerbern verbrüdern um den Markt abzuschotten.

Besonders die zweitletzte Strategie, die Ignoranz ist sehr häufig in der hiesigen ICT-Branche anzutreffen. Ich staune immer wieder, wie zum Beispiel uralte Business Software in höchsten Tönen angepriesen wird. Dabei ist es nicht so, dass der Hersteller bewusst lügt, oder verschweigt, dass seine Lösung völlig veraltet und überteuert ist. Er weiss es schlichtweg nicht. Das Unternehmen nimmt sich einfach nicht die Zeit, über den Tellerand hinauszuschauen, was es sonst noch so gibt.

Alle oben genannten Strategien werden das Unternehmen, welche diese verfolgt, früher oder später in die Misere führen.

Wer den echten Wettbewerb befürtwortet, der sieht im Mittwerber einen genauso wichtigen Teilnehmer des Marktes wie im Kunden.

Ein guter Mitbewerber wirkt inspirierend. Seine Innovationsleistung stachelt zu eigenen neuen Lösungen an. Seine Aktivitäten helfen den Markt für alle Teilnehmer zu entwickeln und tragen zur Verbesserung der Angebote bei. Je mehr Mitbewerber da sind umso mehr Lösungsvorschläge gibt es, auf denen wiederum aufgebaut werden kann, usw.

Der Mitbewerber ist so gesehen ein Freund und nicht ein Feind.

Natürlich heisst dies, sich nie lange auf den Lorbeeren ausruhen zu können. Es bedeutet, immer wieder nach noch besseren Lösungen zu suchen. Das mag für viele anstrengend klingen. Ist aber vielleicht einer der Gründe, warum uns die Natur mit Intelligenz & Kreativität ausgestattet hat.

, ,

One Response to Der Mitbewerber – Freund oder Feind?

  1. Der Hofnarr 24. Oktober 2006 at 16:07 #

    Das tnt irgendwie genauso wie sich die USA im Irak verhalten.

    # Die islamischen Terroristen verfluchen.
    # Die irakische Regierung schlecht machen.
    # Die Kriegsgegner ignorieren.
    # Sich mit einigen NATO Verbndeten verbrdern um den Markt abzuschotten.

    Oder auch wie gewisse Medien wie das SF oder die SRG.

    # Die Schwarzseher verfluchen.
    # Die privaten Mitbewerber schlecht machen.
    # Die Trends ignorieren.
    # Sich mit einigen Politikern verbrdern um den Markt abzuschotten.

    Und auf die Spitze getrieben ist es wohl auch der extremistische Arm jeder Religion. Islam, Christentum, Bulle&Br, etc.

    # Die Andersglubigen verfluchen.
    # Die internen Kritiker schlecht machen.
    # Die Menschlichkeit ignorieren.
    # Sich mit einigen Glaubensbrdern verbrdern um sich vor andersartigem Gedankengut abzuschotten.

    Ist wohl eine Eigenschaft ngstlicher, machtgieriger und egoistischer Menschen. So wie es offenbar viele sind in der Welt…

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: