Nur wer selber bezahlen muss entscheidet ökonomisch.

Der Absatz von Generika ist in den ersten beiden Monaten dieses Jahres um 50% gestiegen, wie an verschiedenen Stellen aufgrund eines Radio DRS Beitrags in der Sendung Espresso vom 24. März 2006 berichtet wird. Dieser sprunghafte Anstieg wird zur Zeit von allen Seiten dem Umstand zugeschrieben, dass seit dem 1.1.2006 der Selbstbehalt für Originalpräparate von 10% auf 20% erhöht wurde, sofern ein entsprechendes Generikum verfügbar ist.

Was lernen wir daraus? Wenn die Menschen selber rechnen, sprich bezahlen müssen, verhalten sie sich sparsamer. Es ist ein wunderbares Beispiel dafür, dass es am besten ist, die Entscheidungskompetenz dem Einzelnen zu überlassen.

Der nächste Schritt sollte nun sein, den Selbstbehalt für Originalpräparate so zu gestalten, dass die Preisdifferenz zum Generikum zu 100% vom Medikamentenbezüger bezahlt werden muss.

 

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Das Internet ist ja für viele das Beispiel für ein dezentrales Netzwerk. Man kann das mit guten Gründen in Frage stellen (siehe unten), doch vor allem die darüberliegende Schicht, das World Wide Web, konnte sich nicht zuletzt dank seiner nicht-hierarchischen Struktur in solch kurzer Zeit so schnell verbreiten und die gesellschaftlichen Umwälzungen anstossen, deren Zeugen, Betroffene und Akteure wir sein dürfen.

Seit einiger Zeit lassen sich aber verschiedene Entwicklungen beobachten, die dieser dezentralen Organisationsform entgegenwirken. Facebook vereinigt einen grossen Teil der aktiven Netzbevölkerung auf seiner Platform. Apple scheint das Ziel zu verfolgen, die Netzinhalte für Mobile Geräte über ihre zentralen Strukturen zu schleusen. Der weitaus grösste Teil der Online Videos wird auf YouTube gehostet, die Fotos auf Flickr usw. Auch Cloud Computing bedeutet, zumindest auf der Infrastrukturebene vor allem eines: Zentralisierung.

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