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SBB Cargo: Und wieder mal ist die Liberalisierung schuld…

Jo Lang will das Problem der SBB Cargo an der Wurzel der "zerstörerischen Liberalisierung" angehen. Die SP will einen Beitrag zur Lösung der Probleme des angeschlagenen Unternehmens leisten.

Das ist nun aber schon ein bisschen frech, nicht wahr?

Nicht Liberalisierung ist das Problem sondern der Umstand, dass die Politk wieder einmal versucht hat Unternehmer zu sein. Das geht aus einem einfachen Grund fast immer Schief. In der Politik gibt es keine Verantwortlichen aber zuviele Gremien, zuviele Posten die nicht auf Grund von Kompetenzen vergenben werden, zu viel Zeit, die verstreicht, bis ein Problem erkannt und gelöst wird.

Im Übrigen sind die, die man in diesem Falle am ehesten noch Verantworliche nennen könnte, alles Sozialdemokraten: Bundesart Moritz Leuenberger, Ex-SBB CEO Benedikt Weibel, Ex SBB Cargo Chef Daniel Nordmann. Und alle haben sie vorher noch nie ein Unternehmen geführt, mindestens aufgrund ihrer öffentlich zugänglichen Lebensläufe.

Also bitte, liebe Liberalisierungsgegner, steht zu Euren Fehlern und macht nicht die anderen dafür verantwortlich. 

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5 Responses to SBB Cargo: Und wieder mal ist die Liberalisierung schuld…

  1. Titus 12. März 2008 at 23:48 #

    Lieber Andreas

    Ich brauch‘ etwas Nachhilfe im doppelten Sinne:

    "Nicht Liberalisierung ist das Problem sondern der Umstand, dass die Politk wieder einmal versucht hat Unternehmer zu sein."

    Wie, wann und wo hat denn die Politik versucht, Unternehmer zu sein?

    "Und alle haben sie vorher noch nie ein Unternehmen gefhrt"

    Gibt’s denn Menschen, die als Unternehmer zur Welt kommen?

    Freundliche Grsse
    Titus

  2. Andreas Von Gunten 13. März 2008 at 8:55 #

    Lieber Titus

    Zu Deiner ersten Frage:

    "Seit der Grndung der SBB ist der Bund Eigentmer von 100% des Aktienkapitals. Gemss Art. 7 Abs. 3 des SBBG muss der Bund zu jeder Zeit die kapital- und stimmenmssige Mehrheit besitzen." siehe: http://mct.sbb.ch/mct/konzern_unternehmen/konzern_organisation/konzern_corporate-governance/konzern_konzernstruktur.htm

    Zu Deiner zweiten Frage:
    Nein, natrlich nicht, aber es ist nicht unbeding sinnvoll, jemandem der noch nie ein Unternehmen gefhrt hat, und vor allem nicht mit seinem eigenen Geld, die Verantwortung fr einen solchen Konzern zu bertragen.

    Wenn Du Besitzer der SBB wrst und Du stndest vor der Aufgabe die Fhrungscrew zu besetzen, dann wrdest Du Dich bei der Auswahl wohl fragen: Knnen die das? (Noch besser wre, wer auf dieser Welt, knnte das am besten?)

    Und wenn Du fr Dich diese Frage zu beantworten versuchst, dann wrdest Du Dich unter anderem auch auf den bestehenden Leistungsausweis sttzen, oder? Das ist zwar noch lange kein Garant fr den Erfolg, aber erhht die Wahrscheinlichkeit und genau darum geht es. Es gibt nie Sicherheit, dass ein Vorhaben gelingt, aber es gibt Mglichkeiten die Wahrscheinlichkeit zu erhhen.

    Herzliche Grsse
    Andreas

  3. M. Leuenberger 13. März 2008 at 21:36 #

    SBB Cargo

    war ein rentables Unternehmen, bis…
    …ja bis irgend so ein Vollidiot gefunden hat, dass Wachstum im Ausland der Schlssel zu NOCH MEHR PROFIT sein werde…
    Was ist bitte sehr "neoliberaler" als Gewinnoptimierung um jeden Preis!!!

    Die beteiligunegn im AUsland sind leider an Gesetze geknpft, welche Investitionen in die Infrastruktur verlangen, und nun buttert die SBB Cargo hunterte von Millionen ins deutsche Schienennetz. Wer ist schul daran? Die Politiker etwa? Hchstens die Geschftsleitung, aber das sind auch nur Menschen.
    Menschen die in einem System arbeiten, das als einzige, bermchtige Triebfeder den Profit kennt!
    Ich bin kein Antikapitalist, aber der sog. Freie Markt taugt genau so wenig wie die 5 Jahres-Planwirtschaft.

  4. Andreas Von Gunten 14. März 2008 at 10:05 #

    1.) Wenn ein Unternehmen mit einer bisherigen Strategie erfolgreich war, heisst das nicht, dass es dies auch in Zukunft sein wird. Denn die Umwelt des Unternehmens verndert sich dauernd und darum muss das Unternehmen sich der Umwelt auch dauernd anpassen. Hier liegt eben der Trugschluss der meisten Menschen die von der relativ stabilen aber kurzen Nachkriegssituation geprgt sind. Vernderung ist die Grundlage der Natur, es gibt nichts hnliches, was die Situation des Existierenden besser beschreibt, als Vernderung.

    2) Profit ist ein negativ besetztes Wort, sprechen wir doch von Gewinn. Gewinn ist das was brigbleibt, wenn eine Person oder eine Organisation ein Bedrfnis von jemandem anderen besser befriedigt hat, als der Mitbewerber. Gewinn ist also der Beweis dafr, dass eine Person oder eine Organisation ein Problem besser lst, als jemand anderer. Daran ist nichts schlechtes an sich.

    Aber Gier, Neid, Unterdrckung von Menschen, Einschrnkung der Freiheit des Anderen, usw. sind schlecht.Das hat aber nichts mit Gewinn erwirtschaften zu tun. Diese schlechten Eigenschaften von Menschen gibt es berall. Die Frage ist nur, wo knnen Sie am wenigsten schaden anrichten. Und hier ist meine Meinung im Moment klar diese: Lieber ein bsartiger Kapitalist in einem kapitalistischen System, als ein bsartiger Brokrat in einem sozialistischen System. Dem ersten kann ich nhmlich entfliehen, dem zweiten nicht! brigens sehe ich auch die Probleme, die der Kapitalismus erzeugt, aber ich sehe keine bessere Alternative als Markt und Wettbewerb mit mglichst wenig eingriffen. Denn, in 90% der Flle wo sogeanntes Marktversagen postuliert wird, ist es in Tat und Wahrheit der staatliche Eingriff und die Regulation die zum Versagen fhrt, wre der Markt wirklich frei, gbe es abgesehen von ein paar wenigen Ausnahmen, viel weniger Probleme.

    Und auch hier wieder: Befrworter von Markt und Wettberb als grundlegendes Konzept fr die Organisation der Ressourcenallokation zu sein, heisst nicht, egoistisch zu sein.

  5. kaviagratsel 8. Mai 2009 at 14:29 #

    Sehr guter Beitrag. Wurde gerne noch weitere Informationen daruber erhalten.
    Besten Dank und gruss

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