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Zur UBS Debatte: Es gibt keine Gewinngarantien

Es kann ja durchaus sein, dass das Herr Ospel und sein UBS Management Fehler gemacht haben, dass will ich hier gar nicht erst zu erörtern versuchen. Was aber in den Diskussionen und Kommentaren zum Fall UBS und zu der Bankenkriese im Allgemeinen gerne vergessen geht sind folgende grundlegende Wahrheiten:

1. Die UBS ist ein Unternehmen.

2. Es gibt keine Gewinngarantie für Unternehmen.

3. Aktionäre sind freiwillig Aktionäre von Unternehmen.

4. Aktionäre wissen, dass sie nichts zu sagen haben ausser an der GV gemäss ihrem Kapitalanteil stimmen zu können.

5. Aktionäre können ihr Geld jederzeit in eine andere Firma anlegen, die ihnen besser passt.

6. Aktionäre sind selber verantwortlich für ihr Geld und müssen ihre persönliche Beurteilung der Situation regelmässig vornehmen.

Die Geschichte mit den Aktionären, die überhaupt nicht wissen, dass sie Aktionäre sind und schon gar nicht, dass sie vielleicht von einem Herrn Biedermann vertreten werden, ist eine andere. Diese schauen wir uns vielleicht bei Gelegenheit einmal ausführlicher an.

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3 Responses to Zur UBS Debatte: Es gibt keine Gewinngarantien

  1. Daniel Seiler 28. Februar 2008 at 10:56 #

    Ich bin grundstzlich einverstanden mit der Hervorhebung der Eigenverantwortung der Aktionre bzw. der Menschen im Allgemeinen.

    Allerdings sollte man dabei nicht vergessen dass:

    1. Das Unternehmen der Gesamtheit aller Aktionre gehrt.

    2. Die Unternehmensleitung von den Eigentmern (sprich Aktionren) zur treuen Verwaltung des Geschfts eingesetzt ist.

    3. Die Unternehmensleitung sich daher den Aktionren gegenber verantwortlich zeigt fr den Geschftsgang.

    Unter diesen Aspekten ist der Aerger der UBS Aktionre durchaus verstndlich und ebenso die Forderung nach personellen Konsequenzen fr die Unternehmensfhrung.

  2. Andreas Von Gunten 28. Februar 2008 at 11:35 #

    Mit allen Punkten absolut einverstanden. An der nchsten ordentlichen GV knnen die Aktionre einen anderen Verwaltungsrat whlen, wenn sie das wollen. Diejenigen Aktionre die bei einer GV in der Minderheit sind, mssen sich dann einfach berlegen, ob sie unter diesen Umstnden noch Aktionre dieser Firma sein wollen oder nicht. Es gibt ja zum Glck gengend Alternativen auf dem weltweiten Kapitalmarkt.

  3. xacobeo 10. März 2008 at 9:17 #

    Frhlingserwachen: Mit Kursen unter 30 CHF ist die UBS an der Brse noch rund 60 Mrd CHF wert, die Credit Suisse mit Kursen von unter 49 CHF, noch 59 Mrd.

    Nach der Dotcom-Blase sind nun auch fr die Banken die berzogenen Bewertungen mehr als korrigiert worden. Man rechne: UBS hat – bezogen auf die Hchstkurse von gut 80 CHF – rund 100 Mrd CHF an Brsenkapitalisierung verloren. Wann fusionieren die beiden Banken zur Swiss Union Credit?

    Xacobeo

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