Zum Kostenargument beim EW-Kölliken-Referendum

Die Initianten des Referendums betreffend des Verkaufs der EW Kölliken AG haben mit beachtlichen 401 Unterschriften erreicht, dass es zu diesem Geschäft nun eine Volksabstimmung geben wird. Das ist, wenn man die Tragweite des Geschäftes betrachtet, keine schlechte Sache und führt auf jeden Fall zu einer höheren Legitimation des Entscheides.

Die Aussage, die in der Pressmitteilung bezüglich der Kosten gemacht wird, gilt es aber zu relativieren.

«Ansonsten würden im Strombereich immer höhere Kosten auf die Gemeinde zukommen. Ein Grossplayer könne diese Kosten besser planen.» (Zofinger Tagblatt)

Es kommen auf jeden Betreiber höhere Kosten für das Bewirtschaften des Netzwerkes zu. Und jeder Betreiber wird diese Kosten auf die Nutzer des Netzes abwälzen. Die IBA macht keine Geschenke an Kölliken, sondern tätigt eine Investition. Es liegt in der Natur der Sache, dass Investitionen rentieren sollen. Da es in Kölliken, wie anderswo, nur ein Stromnetz gibt, können die Kunden nicht ausweichen, wenn der Preis zu hoch wird, oder die Leistung zu schlecht. Das ist ein sogenanntes natürliches Monopol. Natürliche Monopole sollten denen gehören, die davon betroffen sind. Nur so ist sichergestellt, dass die Monopolrente zu Gunsten der Betroffenen eingesetzt wird.

Kommentare

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  1. Natürliche Monopole sollten denen gehören, die davon betroffen sind. Nur so ist sichergestellt, dass die Monopolrente zu Gunsten der Betroffenen eingesetzt wird. Wahre Worte.
    Gruss _ Christian Dreier

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