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Weder ist das Web voll, noch gibt es zuviele Informationen

Stefan Betschon schreibt heute in der NZZ:

Web 2.0 war […] das Web, das aus allen Nähten platzt, weil es darin einfach von allem zu viel gibt.

und:

Hinter der Vision des Semantic Web steht der Wunsch, sich in der Überfülle der im Web angebotenen Information leichter zurechtzufinden.

Das Bild des Webs, dass aus allen Nähten platze ist keine passende Metapher. Das würde ja bedeuten, dass wir uns das World Wide Web wie ein Kissen fixer Grösse vorstellen müssen, in welche jeder und jede ihre Informationen hineinpressen, bis das Ding auseinander fliegt. Das Web ist aber eben nicht in seiner Speicherkapazität begrenzt und theoretisch unendlich erweiterbar. Und das ist einer der Gründe, warum das Web derart wirksam bestehende Strukturen der Informationsproduktion und -vermittlung in Frage stellt.

Es gibt auch keine „Überfülle“, es gibt kein Zuviel an Informationen im Web, weil die Informationen, die sich im Web finden jederzeit und je nach Kontext neu organisiert und verlinkt werden können. Und das ist einer der Gründe, warum dem Web als Werkzeug der Aufklärung eine ähnliche Bedeutung zukommt, wie dem Buchdruck vor 500 Jahren. 

(Bild: © Adrian Hillman – Fotolia.com)

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