KPMG Schweiz zeigt, wie Content Marketing funktioniert.

KPMG ist ein weltweit tätiges Wirtschafts- und Steuerberatungsunternehmen. Wer bei diesem Thema nicht in erster Linie an Blogs, Social Media und Mobile Apps denkt, ist wohl nicht alleine. Doch genau diese KPMG, bzw. das Online Team der KPMG in der Schweiz, hat offenbar verstanden, dass Content Marketing der Königsweg des Online Marketings ist.

Durch Content Marketing werden die Kunden, Interessenten und Partnern einer Organisation nicht einfach mit Marketingbotschaften berieselt. Es wird ihnen Mehrwert geliefert, indem Informationen und Fachwissen und durchaus auch unterhaltende Inhalte, die mit dem Unternehmen in Verbindung gebracht werden, publiziert werden. Das Konzept ist eigentlich nichts Neues. Besonders grössere Unternehmen haben auch im vordigitalen Zeitalter ihr Fachwissen publiziert und meistens in Form von gedruckten Büchern, Booklets und Magazinen unter die Leute gebracht. Umso erstaunlicher ist es, dass oft genau die Unternehmen, die bereits viele nützliche und interessante Inhalte produzieren, noch immer einen Bogen um die einfachen und wirkungsvollen Publikationsmöglickeiten im Netz machen. 

Nicht so die KPMG Schweiz. Neben dem im November 2011 aufgeschalteten Corporate Blog hat das Unternehmen kürzlich auch eine iPad App mit dem passenden Namen «KPMG Knowledge» im App Store veröffentlicht.

Die App bietet den Apple iPad Nutzern bequem und einfach Zugang zu allen Studien, White Papers, Blog Posts, Tweets und anderen Veröffentlichungen der KPMG.

Die KPMG Knowlege App will mir nichts verkaufen. Sie bietet lediglich Zugang zu den Inhalten die von KPMG bereits im Netz publiziert wurden. Dadurch, dass mir durch Inhalte ein Mehrwert geboten wird, werden mir gleichzeitig die Werte der Marke vermittelt. Indem ich meine Aufmerksamkeit den Inhalten von KPMG schenke, verbringe ich gleichzeitig auch Zeit mit dem Brand KPMG.

Die App ist dabei vor allem auch als Teil eines ganzen Orchesters von Kommunikationskanälen und Inhaltskategorien zu sehen. Auf dem KPMG Blog und dem Twitter Account, wird auf einzelne Inhalte durch die Mitarbeiter der KPMG hingewiesen und dadurch der Firma ein menschliches Gesicht gegeben, sowie auf deren Kompetenz aufmerksam gemacht. Im eigenen YouTube Channel werden einzelne Themen in Form von Interviews und Gesprächen beleuchtet und auf der Facebook Fan Page werden vor allem die Inhalte, die für Stellensuchende und Studierende interessant sind, weiter verbreitet.

Die KPMG Schweiz ist ein sehr gutes Beispiel für Content Marketing in Action. Es werden die verschiedensten Kanäle bedient und sowohl kurze, schnellebige Inhalte, wie auch längere, gehaltvollere Texte veröffentlicht. Es wird ein eigenes Coroporate Blog und ein eigene Website betrieben und sich damit nicht in die totale Abhängikeit der Plattform Anbieter manövriert und es wird via Mobile App Content gebündelt damit weitere Leserkreise erschlossen.

Das Tüpfelchen auf dem «i» wäre nur noch, dass die KPMG Inhalte unter einer Creative Commons Lizenz veröffentlicht würden und dass auch die PDF Publikationen zusätzlich als HTML Versionen publiziert würden, wie wir das bei «buch & netz» machen. Durch die HTML Publikation könnte nicht nur auf die Titel der Publikationen verlinkt werden, sondern direkt in die Inhalte und durch die Creative Commons veröffnentlichung wären die Inhalte noch besser gerüstet um als freier Content auf die Reise durch die unendlichen Weiten des World Wide Webs zu gehen.

Wer mehr zum Thema Content Marketing lesen möchte, dem sei der Blog Post «Content Marketing ist das neue Marketing» von Gergina Hristowa (@gergina_ch) auf dem Namics Blog ans Herz gelegt. 

(Offenlegung: Ich kenne Marcel Härtlein (@haertlein) und Urs Bucher (@ursbucher) von KPMG persönlich. Diesen Blogpost habe ich, wie immer, aus eigenem Antrieb geschrieben, weil ich es genau so meine, wie ich es hier schreibe.)

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Seit einiger Zeit lassen sich aber verschiedene Entwicklungen beobachten, die dieser dezentralen Organisationsform entgegenwirken. Facebook vereinigt einen grossen Teil der aktiven Netzbevölkerung auf seiner Platform. Apple scheint das Ziel zu verfolgen, die Netzinhalte für Mobile Geräte über ihre zentralen Strukturen zu schleusen. Der weitaus grösste Teil der Online Videos wird auf YouTube gehostet, die Fotos auf Flickr usw. Auch Cloud Computing bedeutet, zumindest auf der Infrastrukturebene vor allem eines: Zentralisierung.

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Seit einiger Zeit experimentiere ich damit herum, die iTunes Library in der Cloud zu speichern und von dort zu nutzen. Endlich funktioniert es so wie es sollte, allerdings nicht so, wie ich ursprünglich wollte ;-).

Hier eine Kurzversion für die, die nur schnell wissen wollen wie es geht:

Die iTunes Library besteht einerseits aus den Musik und Video Files und der iTunes Datenbank, sowie den Album Covers und den iPhone / iPod Touch Apps. Der Speicherort der Musik und Videofiles kann in iTunes selbst geändert werden, während alle anderen Daten im selben verzeichnis wie das File iTunes Library.lib sein müssen.

Meine Lösung sieht nun so aus:

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