
Das Eidgenössische Institut für Geistiges Eigentum (IGE) hat auf LinkedIn einen Beitrag zur CLTR 2026 publiziert, der Tagung zu kreativem Schaffen, KI und Plattformen vom 26. Oktober 2026 in der Eventfabrik Bern. Ich bin dort als Vertreter der Digitalen Gesellschaft auf dem Panel. Ich habe den Beitrag geteilt und mit einem Kommentar versehen. Weil Kommentare auf LinkedIn schnell in der Timeline versinken, halte ich ihn hier fest.
Ich freue mich auf diese Konferenz, auch wenn die Meinungen in der Urheberrechts-Community wohl weitgehend gemacht sind. Vielleicht schaffe ich es ja trotzdem, den einen oder anderen Gedanken anzuregen.
Wichtig scheint mir, dass wir bereit sind, die gesellschaftlichen Vorteile der digitalen Vernetzung der menschlichen Gedankenwelt in den Vordergrund zu stellen und nicht die sehr seltenen Verwertungsmöglichkeiten einzelner Urheber:innen. Die Frage, wie Kulturschaffen finanziert werden soll, ist unabhängig von einem immer weiter um sich greifenden Urheberrecht, sonst wäre deren Situation ja nicht seit es sie gibt prekär.
Oder anders gesagt, die Verschärfungen des Urheberrechts der letzten 75 Jahre haben die ökonomische Situation der Urheber in der Regel nicht verbessert, nur diejenige der Konzerne, die die Inhalte verwerten. Vielleicht sollten wir uns nachdem dieser Weg seit Jahrzehnten scheitert auch mal fragen, ob wir einen anderen Weg einschlagen sollten?
Der Originalbeitrag mit dem Kommentar steht hier auf LinkedIn.