Open Data Initiativen in der Schweiz?

Für die Analyse vieler gesellschaftlichen und damit politischen Fragestellungen werden statistische Daten benötigt und auch mit viel Aufwand erhoben. Aus diesem Grund gibt es in der Schweiz das Bundesamt für Statistik und die diversen weiteren Statistischen Ämter bzw. Dienste der Kantone, Gemeinden und anderer Institutionen.

Im Vor-Internet Zeitalter standen diese Daten aus praktischen Gründen bereits bearbeitet und nur zu hohen Kosten den Politikern, Beamten, Forschern und Journalisten zur Verfügung.

Heute wäre es allerdings sinnvoll alle erhobenen Daten, auch als Rohdaten, im Internet u.A. via API öffentlich bereit zu stellen. Dadurch könnte jeder der Lust und Zeit hat, Daten aufbereiten und für seine Zwecke nutzen und Darstellen, oder auch Applikationen entwickeln die mit diesen Daten arbeiten.

Die Erhebung der Daten wird in den meisten Fällen durch öffentliche Gelder finanziert und darum sollten sie der Öffentlichkeit auch schnell und einfach zur Verfügung stehen. 

In Grossbritanien scheint man in dieser Hinsicht schon sehr weit zu sein. Die Website unter der URL data.gov.uk hat “den Zweck den Wert von Behördendaten zu erhöhen indem diese einfach zu finden und einfach zu nutzen sein sollen” (freie Übersetzung aus der About Seite).

In Deutschland arbeiten einige Initianten daran ein Open Data Network zu formieren. Die beiden Blogbeiträgen von Daniel Dietrich, “Interview zu Open Data” und “Opendata – warum eine freie Gesellschaft offene Daten braucht” bieten einen guten, kurzen Einstieg in die Thematik.

Weiss jemand, ob es hier in der Schweiz auch Leute gibt, die sie damit beschäftigen?

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Seit einiger Zeit experimentiere ich damit herum, die iTunes Library in der Cloud zu speichern und von dort zu nutzen. Endlich funktioniert es so wie es sollte, allerdings nicht so, wie ich ursprünglich wollte ;-).

Hier eine Kurzversion für die, die nur schnell wissen wollen wie es geht:

Die iTunes Library besteht einerseits aus den Musik und Video Files und der iTunes Datenbank, sowie den Album Covers und den iPhone / iPod Touch Apps. Der Speicherort der Musik und Videofiles kann in iTunes selbst geändert werden, während alle anderen Daten im selben verzeichnis wie das File iTunes Library.lib sein müssen.

Meine Lösung sieht nun so aus:

Das dezentrale Web im Kampf gegen Zentralisierung

Das Internet ist ja für viele das Beispiel für ein dezentrales Netzwerk. Man kann das mit guten Gründen in Frage stellen (siehe unten), doch vor allem die darüberliegende Schicht, das World Wide Web, konnte sich nicht zuletzt dank seiner nicht-hierarchischen Struktur in solch kurzer Zeit so schnell verbreiten und die gesellschaftlichen Umwälzungen anstossen, deren Zeugen, Betroffene und Akteure wir sein dürfen.

Seit einiger Zeit lassen sich aber verschiedene Entwicklungen beobachten, die dieser dezentralen Organisationsform entgegenwirken. Facebook vereinigt einen grossen Teil der aktiven Netzbevölkerung auf seiner Platform. Apple scheint das Ziel zu verfolgen, die Netzinhalte für Mobile Geräte über ihre zentralen Strukturen zu schleusen. Der weitaus grösste Teil der Online Videos wird auf YouTube gehostet, die Fotos auf Flickr usw. Auch Cloud Computing bedeutet, zumindest auf der Infrastrukturebene vor allem eines: Zentralisierung.

Responses

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  1. Ich habe vom bfs noch immer Daten bekommen, wenn ich sie brauchte. Allerdings wre es u.U. schon praktisch, das ber API abfragen zu knnen – wobei die Medien mit dieser Technik sicherlich berfordert wren. Das wre dann eine super Gelegenheit fr "Media Consultants" ;-).

  2. Das wre sehr interessant. Wenn man die Daten per API ansprechen knnte, knnte man sie sehr einfach Visualisieren und man knnte auch Statistiken miteinander verknpfen.