Kürzlich bin ich über dieses Video auf Maggie Appleton und mit ihr auf das Konzept des Digital Garden gestossen. Die Ideen, die unter diesem Begriff zusammengefasst werden, sind nicht neu, aber sie waren lange Zeit überdeckt durch die Dominanz der grossen Social-Media-Plattformen.
Im digitalen Garten werden die Beiträge gepflanzt und es wird Ihnen Zeit zum Wachsen gegeben.
Ich habe diesen Anstoss zum Anlass genommen, neu in den Meta-Daten des Beitrages anzugeben, in welchem Entwicklungsstadium (Status) sich ein Beitrag befindet und wann der Beitrag zum letzten Mal editiert wurde. Diese Angaben erlauben mir, auch unausgegorenes hier festzuhalten. Gedanken oder Notizen, die bei Gelegenheit ergänzt oder weiterentwickelt werden können.
Hier ein paar Zitate, wie andere den Digital Garden beschreiben:
Mike Caulfield stellt in «The Garden and the Stream: A Technopasteral» einen Digital Garden als Gegensatz zu einem Content Stream dar. Aus meiner Sicht können beide Aspekte in einem Blog gleichzeitig existieren. Es stellt kein Problem dar, dass die Notizen aka Blogposts in einer zeitlichen Reihenfolge aufgeführt werden. Es ist ja ohne Weiteres möglich, die Beiträge auch auf andere Weise zugänglich zu machen. So sind hier über die Seite «Blog Themen» auch alle Blogbeiträge über die Kategorien- oder Schlagwortliste erreichbar.
Seine Kritik an der Idee, des Webs als Ort der permanenten Konversation hat allerdings dann seine Berechtigung, wenn diese Konversationen nur in Timelines existieren. Sie sind dadurch äusserst flüchtig und verlieren auf diese Weise einiges an ihrem Potenzial zur Befähigung und Ermächtigung der Nutzer:innen im Netz.
Dieses Problem existierte aber auch schon vor dem Zeitalter der Digitalität. Wie viele Bücher, Zeitungsartikel, Radio und TV-Sendungen haben nur einen kurzen Moment die rezipierende Gesellschaft erleuchtet, um dann von den nachrückenden Medienerzeugnissen verdrängt zu werden.
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