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Mr. Passion – Steve Wozniak am Tweakfest in Zürich

tweakfest.gifIch habe mich gestern Abend spontan entschieden, doch noch ans Tweakfest in den Technopark zu gehen um zu hören was Steve Wozniak über Innovation zu sagen hat.

Obwohl er in seinem Vortrag direkt nicht viel zum Thema Innovation geboten hat, war es doch inspirierend und spannend, ihm zuzuhören. Sicher war einer der Gründe warum er mir Freude bereitet hat, dass er vor allem seine Geschichte und die Geschichte von Apple und damit die Geschichte des Personal- bzw. Homecomputers erzählt hat. Ich habe viele der von ihm beschriebenen ersten Computer während den Anfängen von Apple selbst bewundert und erlebt. Den Commodore PET, den TRS-80 und auch den Apple II, nur konnte ich mir damals als Schüler halt "nur" den ZX-81 leisten.

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Steve Wozniak
Seine wichtigste Message aber, die gestern rüberkam, konnte sicher auch diejenigen begeistern, die nicht wie ich, ein wenig verklärt in der Vergangenheit schwelgten: Wenn man etwas tut, dann soll man es mit uneingeschränkter Leidenschaft tun. Er verkörpert diese Leidenschaft für das "tüfteln" und "entwickeln" wohl wie selten jemand. Passion ist sein Credo, und genau diese Leidenschaft ist eine notwendige, wenn auch nicht hinreichende Bedingung um Grossartiges und Neues hervorzubringen.

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Wozniak (l.) und Jobs (r.) in den Anfängen von Apple

Er hat auch öfters und auf sehr humorvolle Art und Weise darauf hingewiesen, wie wichtig die Rolle von Steve Jobs war, indem dieser immer den "Verkaufsaspekt" im Auge behielt. Steve Wozniak wollte grossartige Geräte, insbesondere Computer bauen und Steve Jobs wollte grossartige Geräte unter die Leute bringen. Es war erfreulicherweise kein Groll, kein Jammern in seinen Worten, sondern Grösse durch das betonen der eigenen Fähigkeiten und das Erkennen dessen, was nicht zu seiner Persönlichkeit gehört.

Erstaunlich war auch die Episode, wie er immer wieder versucht hat, seinen damaligen Arbeitgeber HP davon zu überzeugen, den Apple Computer zu bauen. Wie wir wissen, ohne Erfolg. Wahrscheinlich war das aber gut so, denn eine zweite Aussage die er über seine Motivation machte, etwas Neues zu bauen, war die, dass es immer auch die knappen oder die fehlenden Ressourcen waren, die die grössten Innovationen hervorbrachten. Eigentlich ist das einleuchtend und ein wichtiges Grundprinzip unseres Lebens. Nur wenn uns etwas fehlt, versuchen wir neue Wege zu gehen.

Das ist auch der Grund, warum Firmen, die von Anfang an vor allem mit viel Geld ausgestattet werden, oft scheitern. Wo es an nichts fehlt, gibt es keine Kreativität und damit keine Innovationen!

 

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