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Die kurze Geschichte des ersten Personal Computers – MITS Altair 8800

Wie durch eine beinahe bankrotte Taschenrechner-Firma, die aus der Not den ersten Computer-Bausatz auf dem Markt brachte, der Grundstein für die spätere Home Computer bzw. Personal Computer Revolution gelegt wurde. In einem kurzen 17 Minuten Video, welches wohl selbst bereits als historisches Dokument eingestuft werden kann:

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Definition von offenem Wissen (Open Knowledge)

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Wann können Inhalte und Daten als “offen” bezeichnet werden? Die Open Definition, ein Projekt der Open Knowledge Foundation gibt eine klare und präzise Antwort darauf:

“Open data and content can be freely used, modified, and shared by anyone for any purpose”

Wer es genauer wissen will, liest am besten die längere Beschreibung.

Von den Creative-Commons-Lizenzen genügen nur die CC-BY und CC-BY-SA dieser Definition. Die Non-Derivates (ND) und die Non-Commercial (NC) Lizenzen können nicht genutzt werden, wenn die Inhalte “offen” sein sollen.

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Chaosseminar: AGUR12 und Urheberrechtsentwicklungen (Inputreferate, Podiumsdiskussion + Debatte)

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Ein wichtiges und empfehlenswertes Seminar, organisiert vom Chaos Computer Club Zürich am 11. Dezember 2014 19:00h

  • Wie hat sich das Urheberrecht entwickelt und wie steht es heute, im Kontext des Internets, da?
  • Besteht überhaupt Bedarf das Urheberrecht zu novellieren?
  • Welchen Interessen wird damit gedient?
  • Wo sind die Gefahren «technischer Massnahmen» im Internet zur Durchsetzung von Urheberrechtsansprüchen?
  • Wie können (alternativ) Kulturschaffende gerecht für ihre Arbeit entschädigt werden?

Unter anderem mit meinem Kollegen aus der Digitalen Allmend und Autor Hartwig Thomas, der in seinem Buch “Erster Entwurf eines Versuchs über den Zusammenstoss des Urheberrechts mit dem Internet” einen wichtigen Beitrag zur aktuellen Urheberrechtsdebatte leistet und mit Prof. Dr. Monika Dommann, die mit Ihrem Werk “Autoren und Apparate” eine überraschende und aufschlussreiche Geschichte des Urheberrechts veröffentlicht hat.

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Charlie App – Automatisierte Meeting-Briefings

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In der Regel bereite ich mich auf ein Meeting vor. Dazu gehört heutzutage auch die verschiedenen Informationen im Internet, insbesondere den Social Media, über die Person(en) die man trifft schnell zu überfliegen. Die Charlie App verspricht diesen Teil zu automatisieren. Die App wird einfach mit dem Google Kalender verbunden und eine Stunde vor dem Meeting bekommt man ein “Briefing” zu den Menschen, die man trifft. Die wichtigsten Informationen aus den verschiedenen Social Media Profilen übersichtlich zusammengestellt auf einer Seite. Das Ding funktioniert recht gut, einzig bei den Informationen zu den Unternehmen gibt es noch zu viele Zuordnungsfehler.

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Fernmeldebericht des Bundesrates: Es sieht nicht gut aus für die Netzneutralität in der Schweiz

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Heute hat der Bundesrat seinen neuen Fernmeldebericht veröffentlicht und eine Revision des Fernmeldegesetzes angekündigt. Der Bericht ist 80 Seiten stark. Ich habe ihn noch nicht lesen können, einzig das Kapitel zur Netzneutralität (S. 43 ff) habe ich durchgesehen.

Der Bundesrat sieht zwar die Probleme, die ohne gesetzlich sichergestellte Netzneutralität auf uns zu kommen:

Es bestehe aber insofern ein Diskriminierungspotenzial, als Netzbetreiber versucht sein könnten, ihrer Kundschaft ei- gene Inhalte, Anwendungen oder Dienste mit deutlich besserer Qualität zu übermitteln als Inhalte, Anwendungen oder Dienste anderer Herkunft. (S.43)

Und zeigt auch welche Massnahmen nötig wären:

Denkbar wäre, dass eine neue Bestimmung in das Fernmeldegesetz aufgenommen würde, wonach die Kundinnen und Kunden generell ein Anrecht auf Nutzung der Dienste, Anwendungen, Inhalte und Endgeräte ihrer Wahl hätten (Abstrakte Netzfreiheiten). Damit würde sichergestellt, dass die Kund- schaft weiterhin die Wahlfreiheit bei der für die Kommunikation verwendeten Mittel behielte und nicht in Blockadesituationen geraten könnte. (S.45)

und:

Als weitere Massnahme zur Sicherstellung der Wahlfreiheit der Kundschaft und der Aufrechterhaltung der dem Internet eigenen Innovationskraft wäre die Aufnahme eines Verbots der ungerechtfertigten Behinderung oder Schlechterstellung von Diensten Dritter und damit ein Nichtdiskriminierungsgebot möglich. Dies würde verhindern, dass einzelne Dienste blockiert oder in ihrer Qualität verschlechtert würden, ausser zur Abwehr von Angriffen auf die Integrität der Netze und zur Einhaltung staatlicher Vorgaben wie etwa der Filterung von Inhalten aus gesetzlich festgelegten Schutzinteressen. Einzelne Dienste würden bei dieser Regelung gegenüber anderen Diensten nicht bevorzugt werden, es sei denn, die Kundschaft willigte dazu im Einzelfall explizit ein. Die Rücknahme einer einmal gegebenen Zustimmung müsste dabei möglich sein. (S. 45)

kommt dann aber erstaunlicherweise trotzdem zum Schluss:

Im gegenwärtigen Zeitpunkt fehlen Anhaltspunkte, welche die Einführung der oben genannten Regelungen erheischen würden. (S.46)

Offenbar hat der Bundesrat nicht zur Kenntnis genommen, dass bereits heute diskriminierende Verletzungen der Netzneutralität durch Swisscom und Organge in der Schweiz Realität sind.

Immerhin will er eine Transparenzpflicht einführen:

Hingegen ist der Markt zu beobachten, um allfällige Tendenzen von diskriminierenden Praktiken früh- zeitig zu erkennen. Die Anbieterinnen von Fernmeldediensten sollen denn auch neu einer Informati- onspflicht gegenüber der Kundschaft und den zuständigen Behörden bezüglich vorgenommener Diffe- renzierungen unterliegen. Damit wird die notwendige Transparenz geschaffen. Die dem Bundesrat im FMG bereits heute eingeräumte Kompetenz, die Anbieterinnen von Fernmeldediensten per Verord- nung dazu zu verpflichten, Informationen über die Qualität der angebotenen Fernmeldedienste zu veröffentlichen, ist deshalb zu einer umfassenderen Transparenzverpflichtung auszubauen. (S.46)

Und so ganz geheuer scheint es ihm dann doch nicht zu sein, wenn er am Schluss dann festhält:

Da die Fernmeldedienstanbieterinnen häufig sowohl als Internetdienstleisterinnen als auch als Pro- grammverbreiterinnen auftreten und entsprechend auch eigene Inhalte auf Abruf bereitstellen, könnte die Konkurrenzsituation dazu führen, dass sie die über das Internet zugeführten Inhalte der Veranstal- ter oder Dritter zugunsten eigener Angebote blockieren. Auf der anderen Seite ist es denkbar, dass die Veranstalter für entsprechende Angebote eine Privilegierung wie beispielsweise die Einrichtung einer garantierten Verbreitungspflicht verlangen. Beide Themenkomplexe wären im Kontext der Netz- neutralität zu betrachten und könnten eine entsprechende formellgesetzliche Verankerung notwendig machen. (S.46)

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Den «Schnüffelstaat Schweiz» während der BÜPF und NDG Debatte lesen

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Ich habe vor einiger Zeit bei mir im Büchergestell ein ziemlich abgegriffenes Exemplar des Buches “Schnüffelstaat Schweiz” gefunden und es nach bald 25 Jahren wieder gelesen. Das Buch ist heute noch interessant, weil es ein historisches Dokument darstellt, welches uns einen Blick zurück in eine Zeit erlaubt, die noch nicht so weit weg ist und doch in vielerlei Hinsicht sehr fremd wirkt. Und weil fast alles was drin steht, angesichts der geplanten massiven Ausweitung der staatlichen Überwachung der Menschen in der Schweiz, nach wie vor aktuell ist. Darum habe ich mich bei buch & netz darum gekümmert, dass der vergriffene «Schnüffelstaat Schweiz» wieder gelesen werden kann. Als Online-Buch und als E-Book.

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Wie Netzneutralität funktioniert

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Ist zwar nicht ganz korrekt, denn das Problem liegt nicht daran, dass ich mehr für meinen Internet-Zugang bezahlen muss, sondern, dass der Inhalte-Anbieter bezahlen muss, dass er durchkommt, aber der Grundsatz stimmt trotzdem. Entweder gibt es zwischen mir und dem Inhalt den ich nutzen will niemanden der entscheidet, ob das möglich ist (grün), oder es gibt eben jemanden (rot).

(via Scott Bateman on medium.com)

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Sigil lebt

Screenshot Sigil, Quelle: https://code.google.com/p/sigil/

Screenshot Sigil, Quelle: https://code.google.com/p/sigil/

Sigil, der beliebte und für die E-Book Produktion äusserst nützliche Open-Source Editor für E-Book-Files im epub Format wird offenbar doch weiter entwickelt. Nachdem der führende Entwickler des Editors Anfang Februar dieses Jahres in einem Blogpost geschrieben hat, dass Calibre als “Nachfolger” zu sehen sei, weil sein Projekt zuwenig Contributions hat, habe ich mich eigentlich schon damit abgefunden, dass Sigil Geschichte ist. Umso überraschter und erfreuter war ich, als ich nun gesehen habe, dass seit ein paar Wochen wieder neue Releases erscheinen.

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Die EU erschwert mit dem neuen MwSt.-Regime den Binnenmarktzugang für kleine Unternehmen.

Bildquelle: pixabay, Public Domain, CC0

Bildquelle: pixabay, Public Domain, CC0

Es war einmal eine Idee eines grossen Binnenmarktes innerhalb Europas, präziser innerhalb der Europäischen Union. Es sollte ein gemeinsamer Wirtschaftsraum geschaffen werden, in welchem ein dynamischer Wettbewerb zu mehr Innovation, tieferen Preisen und höherer Wertschöpfung führt.

Markt und Wettbewerb sind im Prinzip sinnvolle Organisationskonzepte, solange niemand daran gehindert wird, am Spiel teilzunehmen und dafür gesorgt wird, dass fair gespielt wird.

Einer der grundsätzlichen Konstruktionsfehler des EU-Binnenmarktes ist, dass die einzelnen Staaten verschiedene MwSt.-Sätze definieren können. Und weil bei der Besteuerung vom Konsumenten bisher das Ursprungs-Prinzip galt, dass also dort wo die Lieferung herkommt, auch die Steuer fällig bzw. eingezogen wird, haben sich viele Unternehmen, die im Internet Konsumgüter anbieten, in dem Land niedergelassen, wo die Steuer am tiefsten war.

Die richtige Lösung für dieses Problem wäre gewesen, dass man sich auf einen EU-weiten einheitlichen MwSt.-Satz geeinigt hätte. Eine andere Variante hätte eine Art Zahlungsausgleich innerhalb der EU sein können. Doch man hat sich für die schlechteste aller Optionen entschieden. Ab 1.1.2015 soll nun beim sogenannten Fernabsatz, also dem Online-Verkauf an einen privaten Konsumenten, die Steuer des Landes indem der Konsument lebt – das Bestimmunsglandprinzip gelten.

Das mag für auf den ersten Blick logisch und sinnvoll erscheinen bedeutet aber faktisch das der Binnenmarkt, wie er mal gedacht war, nur noch Grosskonzernen offen steht. Denn der Aufwand, den man betreiben muss, um bei jeder Bestellung die richtige Steuer des jeweiligen Landes des Kunden einzuziehen, ist für kleine Unternehmen nicht zu bewältigen.

Diese Regelung wird mit grosser Wahrscheinlichkeit zu zwei schädlichen Entwicklungen führen. Erstens werden im B2C-Sektor die europäischen Oligopole zunehmen und infolgedessen die Innovationen zurückgehen und die Preise höher sein, als nötig. Zweitens werden in kleineren Ländern viele Produkte gar nicht angeboten werden, weil der Aufwand für den Produzenten oder Händler zu gross ist.

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transcriptic – Das Biotech Labor als Service

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Da ich von Biotechnologie (noch) so gut wie gar nichts verstehe, kann ich nicht wirklich abschätzen, ob diese Services von Transcriptic nützlich sind. Aber ich habe den Eindruck, dass solche von Roboter betriebenen, automatischen Labs welche als Service via Webbroser und API genutzt und gesteuert werden können, eine ähnliche Demokratisierung der Biotechnologie-Nutzung einleiten, wie damals die Amazon Cloud Services für Computing Power.

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Wikipedia sorgt für Verunsicherung im Zusammenhang mit dem Urheberrecht

Weimarer Musenhof Wikipedia Urheberrechts-DurcheinanderDas Bild “Der Weimarer Musenhof” von Theobald von Oer (1807-1886) geniesst schon lange keinen Urheberrechtsschutz mehr, weil der Urheber seit mehr als 70 Jahren tot ist. Wenn man das Bild aber bei Wikipedia im neuen Medienbetrachter downloaden will, erscheint dort erstaunlicherweise der Hinweis “Du musst den Urheber angeben“. Wenn man dann auf den Link “zeig mir wie” klickt wird folgender Text, den man mit dem Bild publizieren müsse, angegeben: „Oer-Weimarer Musenhof“. Lizenziert unter Public domain über Wikimedia Commons…“. Gleichzeitig steht aber links unten beim Titel des Bildes das Wort “Gemeinfrei” und auch in der alten Ansicht wird das Bild korrekterweise als in der “Public Domain” verfügbar angegeben.

Ich kann ja verstehen, dass Wikimedia es gerne sähe, wenn man angäbe, wo man ein Bild gefunden hat, welches man nutzt. Aber von “müssen” kann überhaupt keine Rede sein. Dieses Bild ist gemeinfrei und darum darf es von jedem und jeder in jedem beliebigen Kontext genützt werden, ohne jegliche Verpflichtung. Es muss kein Urheber erwähnt werden und auch keine Quelle. Es steht allen zur Verfügung. Das ist der Witz der Public Domain. Es herrscht eh schon eine allgemeine Verunsicherung was das Urheberrecht und die Nutzung von Werken betrifft und es ist schade, dass ausgerechnet Wikipedia dazu beiträgt, dass das Durcheinander noch grösser wird.

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Full Screen Mario – durfte nicht lange im Browser hüpfen.

Intro: Diesen Post wollte ich vor etwas mehr als einem Jahr, kurz bevor ich durch einen unscheinbaren Seitenast eines Baumes für ein paar Wochen ausser gefecht gesetzt war, posten. Haben ihn soeben wiederentdeckt.

Der Jump’n’Run Klassiker Super Mario Bros. in einer Open Source HTML5 Umsetzung. Bin gespannt, wie lange das Nintendo gewähren lässt.  (via nerdcore)

Outro: Offenbar nicht lange. Die Site ist down, was zu erwarten war:

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Präsident Barack Obama will strenge Regulierung der Netzneutralität

Barack Obama verlangt Regulierung der Netzneutraliät

Während bei uns in der Schweiz die grossen Internet-Provider wie Swisscom, upc-cableom, Sunrise oder Orange versuchen Verwirrung zu stiften, indem sie Behaupten sich für die Netzneutralität einzusetzen, obwohl offensichtlich das Gegenteil der Fall ist, erklärt der Präsident der Vereinigten Staaten Barack Obama, die Regulierung der Netzneutralität zum wichtigen Anliegen für die amerikanische Gesellschaft.

I believe the FCC should create a new set of rules protecting net neutrality and ensuring that neither the cable company nor the phone company will be able to act as a gatekeeper, restricting what you can do or see online. The rules I am asking for are simple, common-sense steps that reflect the Internet you and I use every day, and that some ISPs already observe. These bright-line rules include:

  • No blocking. If a consumer requests access to a website or service, and the content is legal, your ISP should not be permitted to block it. That way, every player — not just those commercially affiliated with an ISP — gets a fair shot at your business.
  • No throttling. Nor should ISPs be able to intentionally slow down some content or speed up others — through a process often called “throttling” — based on the type of service or your ISP’s preferences.
    Increased transparency. The connection between consumers and ISPs — the so-called “last mile” — is not the only place some sites might get special treatment. So, I am also asking the FCC to make full use of the transparency authorities the court recently upheld, and if necessary to apply net neutrality rules to points of interconnection between the ISP and the rest of the Internet.
  • No paid prioritization. Simply put: No service should be stuck in a “slow lane” because it does not pay a fee. That kind of gatekeeping would undermine the level playing field essential to the Internet’s growth. So, as I have before, I am asking for an explicit ban on paid prioritization and any other restriction that has a similar effect.

If carefully designed, these rules should not create any undue burden for ISPs, and can have clear, monitored exceptions for reasonable network management and for specialized services such as dedicated, mission-critical networks serving a hospital. But combined, these rules mean everything for preserving the Internet’s openness.

Hoffen wir, dass er mit seinem Kampf für die Netzneutraliltät erfolgreich sein wird und vor allem, dass es auch unseren Parlamentarieren im Ständerat klar wird, dass der Einsatz für eine gesetzlich gesicherte Netzneutralität ein Gebot der Stunde ist.

(via Thomas Mauch)

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Podium zur digitalen Musikindustrie an der BIME 2014

Bob Lefsetz Zitat

An der BIME 2014 wurde über die Konsequenzen der Digitalisierung für die Musikindustrie gesprochen; musikmarkt.de berichtet darüber:

Künstler haben es schwer, im digitalen Zeitalter vom Verkauf der Musik zu leben. Dies sei jedoch nichts Neues, so Bob Lefsetz, wohl einer der prominentesten Analysten der Musikbranche. Der Autor des vielbeachteten Lefsetz Letters wollte wissen, wieso Künstler überhaupt glaubten, eine Recht auf Vergütung für ihre Musik zu haben. Scott Cohen ergänzte, dass Künstler teilweise nicht selbstkritisch genug seien. Nicht jeder könne berühmt werden. Es gebe mehr Lottogewinner als Künstler mit Platin-Album.

Weiterlesen: BIME 2014: “Für Musik bezahlen? Diese Zeiten sind vorbei” | Musikmarkt.

(via Stephan Diethelm)

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Neuer und perfider Frontalangriff auf die Netzneutralität in der Schweiz

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Die Swisscom und die anderen grossen Internet-Provider haben heute einen Verhaltenskodex zur Netzneutralität vorgestellt. Dabei behaupten sie allen Ernstes, dass dadurch das offene Internet in der Schweiz garantiert sei. Martin und ich haben dazu für die Digitale Gesellschaft in einer Medienmitteilung eine Stellungnahme geschrieben. Vielen Dank auch für die wertvollen Hinweise von Simon Schlauri.

Wir sehen hier, dass dieser Kodex eine Farce ist und die Netzneutralität in keiner Art und Weise gewährleistet. Das ist eine Nebel-Petarde der Swisscom und der anderen grossen Internet-Provider mit dem Ziel Verwirrung zu stiften und den Anschein zu erwecken, dass eine gesetzliche Regelung der Netzneutralität nun nicht mehr nötig sei. Das Gegenteil ist der Fall. Dieser Kodex zeigt vor allem, wie wichtig es ist, die Netzneutralität gesetzlich sicher zu stellen.

Update 7.11.2014 – 17:23h

Einige Medien haben unsere Stellungnahme mit in die Berichterstattung aufgenommen. So etwa computerworld.ch, netzwoche.chPersönlich, Inside-IT, Der BundDer Bote der Urschweiz, Tages-Anzeiger und watson.ch. Auch netzpolitik.org berichtet über den Versuch der Telekomanbieter uns vorzugaukeln, dass sie für ein offenes Internet einstünden.

Update 9.11.2014 – 16:54h

Thomas Mauch hat das Thema auf verständliche Art und Weise in einem Blogpost verarbeitet.

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Das Leistungsschutzrecht fördert Oligopole und verhindert neue Marktteilnehmer

Leistungsschutzrecht

© Marco2811 – Fotolia

In Deutschland können wir nun sehr schön beobachten, wie schädlich ein Leistungsschutzrecht für Presseverleger ist. Google hat sich an das neue Gesetz gehalten und die Inhalte der Verlage, die ihr keine kostenlose Lizenz für die sogenannten “Snippets” geben wollten, nur noch “Gesetzteskonform” in den Suchresultaten aufgeführt, was logischerweise für die betroffenen Verlage zu massiven Traffic-Einbussen geführt hat. Diese, insbesondere Axel Springer, haben mittlerweile klein beigegeben und lassen von Google die Artikelvorschauen kostenlos anzeigen. Doch wer (noch) kein “Google” ist und als Startup oder kleiner Nischenplayer neue Angebote lancieren will, kann natürlich nicht wie Google kostenlos auf die Inhalte zugreifen.

Ein wunderbares Beispiel dafür, wie eine Regulierung die nur darauf ausgerichtet ist, einer bestimmten Anspruchsgruppe besondere Privilegien zu sichern, massiven wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Schaden anrichtet.

Auch wenn es derzeit in Sachen Leistungsschutzrecht in der Schweiz eher ruhig ist, müssen wir damit rechnen, dass dieses Thema mit der kommenden URG-Revision, die der Bundesrat auf der Grundlage des AGUR12-Berichts derzeit anpackt, wieder auf dem Tisch liegt. Wir tun in der Schweiz gut daran, die Fehler die Deutschland gemacht hat nicht zu wiederholen, wenn wir eine prosperierende, vielfältige Medienlandschaft in der Schweiz wollen.

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Die sogenannte Breitband-Grundversorgung wurde verdoppelt, eine fünfundzwanzigfache Erhöhung wäre angezeigt gewesen.

Breitband-Abdeckung >20 Mbit/s Download, Quelle: Schweizer Breitbandatlas

Breitband-Abdeckung >20 Mbit/s Download, Quelle: Schweizer Breitbandatlas

Der Bundesrat hat heute eine revidierte Verordnung über Fernmeldedienste veröffentlicht. Die Verordnung verpflichtet die Grundversorgungskonzessionärin (Swisscom) allen Bevölkerungskreisen in allen Landesteilen einen Breitband-Internet-Anschluss zu einem erschwinglichen Preis zur Verfügung zu stellen. In der revidierten Verordnung wurden die staatlich garantierten Bandbreiten nun auf 2/0,2 Mbit/s. verdoppelt, wobei der Höchstpreis, der dafür verlangt werden kann, weiterhin bei CHF 55.– bleibt. Mehr dazu auch bei Martin Steiger.

Eine solch niedrige Bandbreite vorzuschreiben ist natürlich ein Witz. Wenn man schon eine exklusive Grunversorgungskonzession vergibt, dann sollte diese mit Auflagen versehen sein, die erstens etwas bringen und zweitens den Realitäten entsprechen. Es ist für die Swisscom kaum eine Anstrengung nötig, die geforderten 2/0.2 Mbits zu erreichen. Gleichzeitig reicht eine solch niedrige Bandbreite heutzutage nirgends mehr hin. Gerade in den weniger zentralen Gebieten wird die Möglichkeit von zu Hause aus zu arbeiten und Dienste wie Videokonferenzen, oder das gemeinsame Bearbeiten von grossen Dateien immer wichtiger. Ein Breitband-Internet-Zugang für alle, der diesen Namen auch verdient, wäre ein echter Innovationstreiber und Wettbewerbsvorteil, gerade auch für Randregionen. Der Bundesrat hätte darum die Konzessionärin zu mindestens 25 Mbit/s (symmetrisch) verpflichten sollen.

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Historisches Lexikon der Schweiz – Wo sind die Bilder in der online Version?

Bilder im historischen Lexikon der Schweiz

Vor kurzem wurde der letzte Band des Historischen Lexikons der Schweiz (HLS) der Öffentlichkeit vorgestellt. Das grossartige an diesem Mammut-Projekt ist, dass die 36’200 Artikel, die alle in drei Landessprachen vorliegen, auch online frei zugänglich sind. Leider ist das Bildmaterial, welches in den gedruckten Büchern vorhanden ist, im Netz (noch) nicht verfügbar. Wie mir heute allerdings telefonisch von einem Mitarbeiter der Redaktion bestätigt wurde, ist geplant, auch die Bilder, Infografiken und Karten im Internet zu publizieren. Das Projekt verstehe sich als Service-Public und arbeitet derzeit daran, das Projekt für die Publikation dieses Bildmaterials zu planen.

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