Top Navigation

Tag Archives | Google

Nein, Google weiss nicht alles über jeden, andere schon.

google-weiss-nicht-alles-ueber-jeden

Letzte Woche hat Christian Dorer, der Chefredaktor der Aargauer Zeitung, in einem Kommentar zu den ‘Panama Papers’ den Satz geschrieben: «Gerade Google weiss alles über jeden.»

Ein Satz, der, so plausibel er klingen mag, mit der Realität wenig zu tun hat und die nötige netzpolitische Debatte in eine falsche Richtung lenkt. Das später im Beitrag aufgeführte Szenario, dass ein Google Mitarbeiter vielleicht dereinst veröffentlichen könnte «welche Websites die tausend wichtigsten Persönlichkeiten dieser Welt in ihren geheimen Momenten besuchen», suggeriert, dass Google von allen Menschen, die das Internet nutzen, die komplette Webbrowser-History kenne.

Diese Aussage ist falsch und zielt in der Frage, wer welche Daten speichert und nutzen kann, auf den falschen Feind. Google weiss nur von den Menschen, die einen Google Account haben, dort beim Surfen eingeloggt sind und das aufzeichnen der Surfaktivitäten zulassen, welche Websites sie besucht haben.

Wenn die Revision des BÜPF und das neue Nachrichtendienstgesetz allerdings nicht durch die Referenden gestoppt werden, wird es so sein, dass wir uns der Überwachung und Aufzeichnung solcher Daten nicht mehr entziehen können.

Ich kann mich bei Google dagegen entscheiden, diese Daten aufzuzeichnen, bei den Nachrichtendiensten hingegen nicht. Darum ist es so wichtig, dass das neue Nachrichtendienstgesetz NDG an der Referendums-Abstimmung abgelehnt wird und dass das Referendum zur BÜPF-Revision zustande kommt.

Es ist natürlich wichtig, dass wir kritisch gegenüber den grossen Internet-Konzernen wie Facebook, Google usw. bleiben. Derzeit liegen aber zwei reale politische Projekte zur Erweiterung der staatlichen Überwachung auf dem Tisch und auf diese sollten wir uns darum im Moment auch konzentrieren.

 

2

Reading List vom 28. März 2016

http://www.nytimes.com/2016/03/28/business/dealbook/ethereum-a-virtual-currency-enables-transactions-that-rival-bitcoins.html?_r=0Ich bin immer noch nicht sicher, ob es sich bei Ethereum um eine seriöse Angelegenheit oder eher um eine neue ‘Fantastic Corporation’ handelt. Ethereum, a Virtual Currency, Enables Transactions That Rival Bitcoin’s

 

http://www.woz.ch/1612/dienstleistungsabkommen-tisa/gute-freunde-ganz-unter-sichDas TISA Abkommen hinter verschlossenen Türen- Gute Freunde, ganz unter sich | WOZ Die Wochenzeitung

 

https://medium.com/@musicFIRST/the-abc-s-of-how-google-s-youtube-grabs-the-value-of-music-and-extorts-the-people-who-create-it-356a8821d8dcGoogle ist der grosse Feind, derjenigen, die immer noch nicht begriffen haben, dass Paywalls nicht die richtige Antwort auf die vernetzte Welt sind. The ABCs of How Googles YouTube Grabs the Value of Music And Extorts the People Who Create It Medium

 

http://stopbuepf.ch/kritikpunkte/Die wichtigsten Kritikpunkte an der BÜPF-Revision. Kritikpunkte | Wir stoppen das BÜPF

 

http://www.buzzfeed.com/mathonan/searching-for-google-ceo-sundar-pichai-the-most-powerful-tecGoogle hat einfach einen sympathischeren Approach als Facebook. Searching For Google CEO Sundar Pichai, The Most Powerful Tech Giant You’ve Never Heard Of

 

http://www.wired.com/2016/03/netflix-no-net-neutrality-hypocrite-slowing-videoNetzneutralität kann nur von denen verletzt werden, die die Internet-Zugangsinfrastruktur betreiben, nicht von den Dienste- und Inhalte-Anbietern. Netflix Is No Net Neutrality Hypocrite for Slowing Down Video | WIRED

 

http://www.schweizamsonntag.ch/ressort/meinung/freiheit_statt_lueckenlose_ueberwachung/Franz Grüter begründet das BÜPF-Referendum Via schweizamsonntag.ch

 

0

Die Rolle von Microsoft im Kampf der EU gegen Google

Microsoft__Once_an_Antitrust_Target__Is_Now_Google’s_Regulatory_Scold_-_NYTimes_com

Ein aufschlussreicher Artikel über die Rolle von Microsoft im derzeitigen Kampf der EU gegen Google:

Microsoft has kept its coffers full for the fight, spending more on lobbying here than any European company. And Microsoft has founded or funded a cottage industry of splinter groups. The most prominent, the Initiative for a Competitive Online Marketplace, or Icomp, has waged a relentless public relations campaign promoting grievances against Google.

Hier gibt es die ganze Geschichte: Microsoft, Once an Antitrust Target, Is Now Google’s Regulatory Scold.:

0

Chrome Experiments – Was der Browser alles könnte

Wie weit sich der Web-Browser seit seinen NCSA Mosaic Anfängen weiterentwickelt hat, erleben wir tagtäglich, wenn wir Anwendungen wie Google Apps nutzen. Was alles noch möglich wäre, zeigt uns die Website chromeexperiments.com seit 2009. Es macht immer wieder Spass, hier hin und wieder halt zu machen, und sich überraschen zu lassen.

 

0

Wenn das Netz mit Google verwechselt wird.

Frank A. Meyer hat uns heute mitgeteilt warum ihm die Zeitung besser gefällt als das Web. In der Zeitung werde er überrascht und könne dort Beiträge lesen, mit denen er nicht gerechnet hat, während er im Netz nur immer das zu sehen bekomme, was er suche. 

Nun, es mag sein, dass er diese Erfahrung macht, und er ist auch nicht der Einzige. Die meisten dem Netz gegenüber eher negativ eingestellten Menschen, erleben das WWW auf diese Art und Weise. 

Doch er und seine Leidensgenossen sind selber schuld, wenn sie das grossartigste Medium, welches die Menschheit bisher hervorgebracht hat, nur durch den Gebrauch einer Suchmaschine kennen. 

Niemand hindert sie daran, Websites aufzusuchen, die sie bereichern und ihnen Links liefern, die sie gerade nicht gesucht haben. 

Niemand zwingt sie auf Social Media Plattformen, sofern sie diese überhaupt nutzen, nur denen zu folgen, die ihnen nicht immer wieder ungewohntes, ungesuchtes, ungewolltes aber überraschendes, erhellendes und anregendes in ihren Stream posten. 

Wer das Netz mit Google verwechselt darf zwar die Suchmaschine dafür kritisieren, dass sie ihm nur das bringt, wonach er gesucht hat, obwohl er genau das von ihr erwartet, aber deswegen dem World Wide Web als Ganzes die Möglichkeit der Serendipität abzusprechen ist ziemlich verwegen, um nicht zu sagen unangebracht.

(Bild: Web 2.0 Icons, CC-BY 2.0 Pietro Zaranini auf Flickr

0

Zum Vertrag der SUISA mit Youtube bzw. Google

Rückwirkend auf den 1. September bezahlt Google via SUISA an die Schweizer Komponisten und Texter einen Beitrag, wenn deren Musik auf der beliebten Videoplattform erklingt. Diese Einigung ist grundsätzlich zu Begrüssen, verhindert sie doch Zustände wie in Deutschland, wo ein grosser Teil der Videos, die Musik beinhaltet, nicht gesehen werden können.

Allerdings ist es problematisch, dass der Inhalt des Vertrages, und vor allem die Höhe und die Kalkulationsgrundlagen der Entschädigung nicht öffentlich sind. Weiterhin ist es wichtig, dass nicht nur Grosskonzerne wie Google musikbasierte Dienste anbieten können, sondern dass auch kleine Unternehmen und Start-Ups ohne grossen Transaktionsaufwand Lizenzrechte erwerben können. Es muss möglich sein, ohne eigene Anwaltstruppe und ohne monatelange Verhandlungen Inhalte für die Nutzung im Netz zu lizenzieren, sodass neben den grossen Unterhaltungskonzernen auch viele kleine Nischenanbieter entstehen können.

0

Google: Die W-Lan Datenschnüffel Gechichte ist nun auch in der Schweiz angekommen

Seit Freitag können wir in den Medien, vor allem in den online Medien, unseres nördlichen Nachbars, die Entwicklung eines weiteren Kapitels der Geschichte “Wir gegen Google” beobachten. Der Google Watch Blog hat die wichtigsten Beiträge die bis Sonntag Abend erschienen sind aufgelistet.

Am 14.Mai hat Google auf ihrem offiziellen Blog eine frühere Aussage korrigiert und bekannt gegeben, dass die Street View Fahrzeuge neben den Basisdaten zu offenen WLAN Netzen, auch sogenannte Paketdaten gespeichert hat. Google hat diese Datenaufzeichnung als ein ungewolltes Versehen dargestellt, sich für den Fehler entschuldigt und versprochen die Daten zu löschen.

Mittlerweile ist die Geschichte auch bei uns angekommen. So hat Radio DRS heute in den Nachrichten (bei 12:55) einen Beitrag dazu ausgestrahlt und die SDA hat dann gleich den zweiten Artikel nachgeschoben, der auf NZZ Online (und wahrscheinlich auf allen anderen Medienseiten auch bald) zu lesen ist.

Offenbar haben Sie keinen Flash Player installiert oder JavaScript deaktiviert, darum können sie das MP3 File nicht hören.

AudioPlayer.embed(“audioplayer_2”, {
soundFile: “/storage/media/heutemorgen_201005170630_10136625_google.mp3”,
width:250
});

Wer den Beitrag von Radio DRS hört und nicht Netzwerk Techniker ist, also 99.9% der Hörerschaft, wird die Situation in etwa so einschätzen:

Google fährt mit ihren Street-View Autos durch die Gassen unserer Städte und hat danach die E-Mails und die Webseiten derjenigen Leute gespeichert die ein WLAN ohne Passwort betreiben und dort wohnen wo Google durchgefahren ist. Google macht das weil sie eine sogenannte Datenkrake ist, dass es ein versehen war, ist deswegen eher unwahrscheinlich.

Der umtriebige Zürcher Datenschützer Bruno Baeriswil, konzentriert sich auf das Google Bashing anstatt die Gratis Sendezeit zu nutzen, um seinen Auftrag wahrzunehmen und gleich mal darauf hinzuweisen, dass es höchst Gefährlich ist, ein privates WLAN ungeschützt zu betreiben.

Auf der Website des Dateschutzbeauftragten des Kantons Zürich, der primären Wirkungsstätte von Herrn Baeriswil, wäre doch zum Beispiel ein PDF zum Download, welches uns erklärt wie und warum ein WLAN Router mit Passwortschutz zu versehen ist, viel sinnvoller als bei jeder Gelegenheit mit dem Finger auf Google zu zeigen.

Natürlich zeugt es nicht gerade von Fingerspitzengefühl, dass Google diese Daten aufgezeichnet und gespeichert hat, aber wir sollten schon die Fakten im Auge behalten:

1) Die Daten die Google hier aufgezeichnet hat, sind mit grösster Wahrscheinlichkeit absolut unproblematisch und unnütz und könnten wohl kaum genutzt werden, um irgendwo schaden anzurichten.

Es ist nicht so, dass Google hier ganze E-Mail Konversationen oder Websitebesuchsprotokolle aufgezeichnet hat.

Das Street View Fahrzeug fährt ja durch die Gegend und ist nicht stationär. Selbst wenn es nur mit 30 km/h tuckern würde, was wohl selten der Fall ist, würde eine Durchfahrt im grosszügig gerechneten Abdeckungsbereich eines W-LAN Routers von 200-300m ungefähr 30 Sekunden dauern.

Es würden also maximal während 30 Sekunden Daten mitgeschnitten. Die Chance, dass hier jemandes privateste Geheimnisse jetzt in den Händen von Google liegen, sind also sehr niedrig, denn diese privatesten Geheimnisse müssten just in den 30 Sekunden übers Netzt gesendet worden sein, während denen das Google Street View Fahrzeug durchgefahren ist. Wer sich dazu noch intensiver mit den technischen Hintergründen auseinander setzen will, finde hier einen nützlichen Artikel von Kristian Köhntopp.

2) Das Problem liegt hier für einmal nicht bei Google, sondern bei den Nutzern von WLAN Routern, die diese nicht durch ein Passwort schützen.

Denn in der Tat ist es so, dass bei solchen ungeschützten W-LAN Umgebungen jeder der das möchte und zwar ohne viel technisches Know-How, alle Daten die in diesem Netz übertragen werden, “abhören” und kopieren kann.

Dazu muss man allerdings stationär im Empfangsbereich des Netzes sein, durchfahren wie das bei den Google Fahrzeugen der Fall ist, reicht da nicht. Wichtig ist, dass den Leuten klar gemacht wird, dass sie diese Netze schützen sollen und wie sie das tun können. Diese Aufklärungsarbeit wäre eigentlich am ehesten noch als Aufgabe für die Datenschützer zu sehen.

Interessant sind bei dieser Geschichte noch folgende Nebenaspekte:

A) Google geht in die Kommunikationsoffensive nach Lehrbuch. Das Problem bekannt geben und nicht zu verheimlichen versuchen, einen Fehler zugeben und sich dafür entschuldigen, damit die mediale Öffentlichkeit zufrieden gestellt werden kann. Das ist meines Wissens das erste Mal. Findet hier ein Wandel in der Einschätzung von Google statt, wie sie mit der hiesigen Anti-Google Haltung umgehen wollen?

B) Das Image von Google ist bei uns schon so angekratzt, dass Google sich nicht auf die Fakten berufen kann, jeder Versuch die Harmlosigkeit der Geschichte zu schildern, würde als Vertuschungsversuch interpretiert werden. Darum entschuldigt sich Google für einen “grossen Fehler”, der eigentlich eine Lapalie darstellt.

C) Während in Deutschland die Geschichte bereits am Freitag seinen lauf durch die Websites nahm, kommt das Thema bei uns erst am Montag langsam zum fliegen. Natürlich haben wir auch am Freitag bereits erste SDA Meldungen dazu sehen können, aber die Aufarbeitung beginnt erst jetzt. Und wer Twitter nutzt, hat eh schon längst alles mitbekommen.

 

var flattr_uid = ‘560’;
var flattr_tle = ‘Google: Die W-Lan Datenschnüffel Gechichte ist nun auch in der Schweiz angekommen’;
var flattr_dsc = ‘Die Datenschützer machen auch in der Schweiz auf Google Bashing, statt über die Problematik offener W-LANs aufzuklären’;
var flattr_cat = ‘Written text’;
var flattr_lng = ‘German’;
var flattr_tag = ‘Google, W-LAN, Datenschutz’;
var flattr_url = ‘/blog/2010/5/17/google-die-w-lan-datenschnuffel-gechichte-ist-nun-auch-in-de.html’;
 
tweetmeme_url = ‘/blog/2010/5/17/google-die-w-lan-datenschnuffel-gechichte-ist-nun-auch-in-de.html’;

Werbung:

 

9

Google erklärt, wann bei Blogger Music Blogs gelöscht werden

Ein paar Wochen nach der Geschichte mit Sebis gesperrtem Youtube Account, haben wir lesen können, dass Google diverse Music Blogs, die auf Googles Blog Service Blogger.com gehosted waren, aufgrund Copyright Problemen gelöscht habe, und zwar ohne vorherige Warnung.

Auf dem offiziellen Blogger Blog von Google erklärt das Unternehmen unter welchen Umständen solche Blogs gelöscht werden:

Sobald eine Beanstandung bei Google eintrifft, werde der Blogger per E-Mail und auf seinem Blogger Dashboard darüber informiert und der Blogpost, um den es sich handelt wird in den “Draft” Modus gesetzt, damit dieser vom Autor entfernt werden kann. Wenn mehrere Beanstandungen zu demselben Blog eintreffen und Google keine Anhaltspunkte hat, dass es sich um fehlerhafte Beanstandungen handelt, wir der Blog gelöscht. 

Wie schon beim Beitrag zur Lösung von Sebis Youtube Account erwähnt, bin ich nicht der Meinung, dass Google hierfür geblamed werden sollte, auch wenn man am Prozess noch Verbesserungen anbringen kann. Ein Unternehmen wie Google muss sich an die Gesetze halten.

Es ist dieses leidige weltweite Urheberrechtssystem das niedergerissen werden muss.

4

Warner Music vs. Ukulele Sebi (monsterbazz / @sebinomics)

Sebastiano Mereu (@sebinomics) ist ein passionierter Freizeitmusiker, der sich mit seinen Ukulele Cover Versionen bekannter und weniger bekannter Songs auf YouTube im Verlaufe der letzten Monate eine beachtliche Fangemeinde erspielt hat. Viele der Interpretationen entstehen auch in Zusammenarbeit mit Musikerkollegen und Kolleginnen aus jeder Ecke dieser Welt. Ganz so, wie es Thomas Friedman in Die Welt ist flach beschreibt.

Kürzlich hat die Red Hot Chili Peppers Fansite Stadium-Arcadium.com zusammen mit der Bassfirma des Red Hot Chili Peppers Bassisten Fleabass.com einen Wettbewerb auf Youtube lanciert, zu welchem Sie die Fans aufrufen Songs der Band zu covern um einen signierten Bass von Flea zu gewinnen.

Sebi, der neben der Ukulele auch den Bass zu spielen weiss, hat natürlich nicht lange gezögert und ist dem Aufruf gefolgt. Das ist sein Video für den Wettbewerb:


Red Hot Chili Peppers – Soul To Squeeze (ukulele cover)

SEBI | MySpace Music Videos

Als er allerdings nach ein paar Tagen in einer E-Mail von Google gebeten wird, zwei seiner Videos sofort zu entfernen, weil Warner Music sich bei Youtube gemeldet habe, und seine Red Hot Chili Peppers Cover Versionen als Verstoss gegen die Copyright Bestimmungen deklariert habe, dacht er zuerst an ein Missverständnis.

Sein Video entspricht genau den Bestimmungen, die im Wettbewerb des Red Hot Chili Peppers Bassisten definiert wurden, die Plattenfirma der Band hingegen geht hin und meldet Verstoss gegen die Copyright Bestimmungen. Das sieht dann so aus: (anm: WMG=Warner Music Group)

“We have disabled the following material as a result of a third-party notification from WMG claiming that this material is infringing:

Soul To Squeeze – Red Hot Chili Peppers (bass & ukulele cover)
http://www.youtube.com/watch?v=slH5_PHYb90

…”

Sebi konnte zwar nicht verstehen, warum ausgerechnete sein Video ein Problem darstellen würde, sind doch auch jetzt noch hunderte davon, in der FleabassCompetition Gruppe auf YouTube zu finden. Trotzdem wollte er es sicherheitshalber von seinem Account löschen. Nur konnte er das gar nicht mehr tun. Die YouTube Administratoren hat ihm kurzerhand den Account gesperrt. Ohne Vorwarnung, ohne die zwei Tage abzuwarten, die sie in der ersten E-Mail als Deadline für das Sperren des Accounts angegeben haben.

Viele Monate Aufbau einer Community rund um seinen Youtube Account sind einfach mir nichts, dir nichts, gesperrt worden. Bei Google ist niemand dafür zuständig, bzw. eine Möglichkeit wenigstens zu kommunizieren und die Sache aufzuklären gibt es nicht. Die Chancen, dass sich Sebi jemals wieder in seinen monsterbazz Account einloggen kann, sind wahrscheinlich minimal.

Natürlich könnte man hier als erstes auf die Idee kommen, die “böse Datenkrake Google“dafür an den Pranger zu stellen. Das wäre aber zu kurz gegriffen. Es ist zwar ziemlich mühsam, dass Google hier einfach auf geheiss der Medienindustrie Accounts deaktiviert, nur müssen sie das aufgrund der aktuellen Gesetzgebung wohl tun, bzw. das Risiko ist zu hoch, es nicht zu tun.

Nein, nicht Google bzw. YouTube sind das Problem, sondern das weltweite Urheberrechtesystem auf der einen Seite und die Medienkonzerne wie die Warner Music Group auf der anderen Seite, die offenbar einfach nicht begreifen, dass sie mit Ihrem Verhalten so ziemlich genau das Gegenteil von dem erreichen, was sie eigentlich für Ihre Künstler wollen sollten. 

Nun, deren Zeit ist abgelaufen, es wird zwar noch lange dauern, bis wir von einer wirklich freien Welt sprechen können, aber die Chancen dass es für das “Big Content Business” langfristig vorbei ist, sind sehr gross.

Sebi hat bereits einen neuen Account auf YouTube eröffnet, auch auf anderen Platformen wie MyScpae und Vimeo und er wird weiter seine Ukulele Covers spielen und sich dabei auch nicht fragen, ob ein Song der ihm gefällt eventuell bei der Warner Music Group liegen könnte.

Als Dankeschön har er zwei Warner Love Songs aufgenommen und auf YouTube gestellt. Hier ist der Link zur Nr. 1 und hier die Nr. 2:

Play it again Sebi!

0

Nachhaltig geladen – Gadgets mit Solarstrom betreiben

Weil ich nächste Woche mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht immer eine Steckdose in der Nähe vorfinden werde, und ich mich nicht wirklich mit der Vorstellung habe anfreunden können, dass Notebook, UMPC, Handy, Nüvi, Fotocam, Videocam, iPod’s und PSP nicht dabei sein sollen, habe ich mir ein kleines Photovoltaik-System besorgt.

PowerStation-web.gif.jpgDas MegaPower Set von Megasol ist ein mobiles Kompakt-Solar-System bestehend aus einem kleinen (ca. A4) Solarmodul (7W) und einem Akku (7Ah) mit zwei 12V Anschlüssen im Zigaretten-Anzünder Format. Dieser grässlich grosse Stecker hat sich ja dummerweise als Standard durchgesetzt, dafür gibt es Adapter für alle möglichen Geräte, inkl. USB.

Sogar bei diesem unsäglichen, grauen, nassen Wetter der letzten Tage, hat das Solarmodul schön brav den Akku aufgeladen, sodass ich meine Gadgets mit Sonnenstrom habe speisen können.

Erst im Nachhinein ist mir klar geworden, dass ich das ja auch, nach meiner Rückkehr so machen kann. In Zukunft sind meine Geräte nun also mit eigenem Öko-Strom versorgt.

Wir sprechen hier natürlich von einem völlig vernachlässigbaren Energieverbrauch im Vergleich zu anderen Geräten, aber wie heisst es doch so schön: “Kleinvieh macht auch Mist!”

Gekauft habe ich das Ding übrigens bei www.solardiscount.ch. Freundliche und kompetente Beratung am Telefon, schnelle und unkomplizierte Lieferung, uneingeschränkt empfehlenswert, gefunden via Google.

 

6