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Archive | Gesellschaft

TEDxZurich 2016 – Noch zwei Tage kann man sich anmelden

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Bereits zum siebten Mal findet am 11. November 2016 die TEDxZurich statt und in zwei Tagen läuft die Anmeldefrist ab. Das Thema dieses Jahres heisst «People First» und so wie es aussieht wird es wie immer eine abwechslungsreiche Mischung von Rednerinnen und Rednern geben. Da wären zum Beispiel Robert Sumner, der das ETH Game Technology Center gegründet hat, die frühere Evernote Managerin Christina Riesen oder der Verhaltensökonom Alexander Wagner und viele weitere. Das aussergewöhnliche an der TEDxZurich sind aber nicht nur die interessanten und erhellenden Referate, sondern auch der interdisziplinäre Mix der Teilnehmenden, der dafür sorgt, dass in den Pausen intensiv weiter diskutiert wird, sowie die tolle Location in den SRF Studios. Wer das Format noch nicht kennt, lässt sich am besten mit einem Beispiel eines TED-Talks überraschen.

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Battle of Ideas am Digital Festival 2016

 

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Vom 15. September bis zum 18. September findet in Zürich das Digital Festival statt. Es soll ein Festival der Inspiration zu Fragen der digitalen Zukunft werden. Neben vielen spannenden Keynotes, Sessions und Labs wird am 16. September 2016 von 14:30 bis 17:30 im Kaufleuten Zürich der öffentliche und kostenlose Event «Battle of Ideas» angeboten. Dabei geht es darum, zu drei gesellschaftspolitisch wichtigen Fragen der Digitalisierung jeweils zwei konträre Positionen einander gegenüber zu stellen und diese danach mit dem Publikum zu diskutieren.

Den Start machen um 14:30 Balthasar Glättli (Nationalrat und Fraktionspräsident der Grünen) und Adrian Raass (Senior Regulatory Manager, Swisscom) zum Thema «Netzneutralität – Rettung des Netzes oder unnötige Regulierung?». Danach werden um 15:30 Cédric Wermuth (Nationalrat SP) und Judith Bellaiche (Kantonsrätin, Fraktionschefin GLP, Kanton Zürich) zum Thema «Sharing Economy – Die neue Ausbeutung oder Chance für Mensch und Umwelt?» die Debatte führen und um 16:30 wird sich Boaz Heller (Digital Strategist) mit dem Buchautor und Journalisten Philipp Löpfe dem Thema «Intelligente Systeme – Job Killer oder Freiheitsbringer?» widmen. Am Ende der Diskussionen wird im Kaufleuten die Bar bedient sein und wer Lust hat kann die Themen bei einem Feierabend-Drink weiter diskutieren.

Präsentiert wird der Anlass gemeinsam von der HWZ Academy, dem HWZ Center for Digital Business und dem Zurich Salon, welcher normalerweise in Zürich die Battle of Ideas durchführt. Wie gesagt ist dieser Anlass kostenlos, es ist aber notwendig, sich hier anzumelden. Weiterhin möchte ich noch darauf hinweisen, dass wer sich für die Battles anmeldet, mit etwas Glück die Möglichkeit hat, einen Festivalpass zu CHF 950.– statt 1450.– zu ergattern. Wir haben eine kleine begrenzte Anzahl solcher ermässigter Tickets verfügbar. Wer eines möchte, meldet sich zuerst an die Battle of Ideas an und schreibt mir kurz via Kontaktformular. Es hat, solange es hat.

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Nachrichtendienstgesetz: Es geht nicht um das Abwägen zwischen Freiheit und Sicherheit

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Am 25. September werden wir über ein sehr wichtiges Gesetz abstimmen. Es geht um die Frage ob Menschen in unserem Land präventiv und ausserhalb der bestehenden polizeilichen Möglichkeiten durch den Nachrichtendienst des Bundes überwacht werden dürfen oder nicht. Es geht darum, ob die Privatsphäre durch den Rechtsstaat weiterhin geschützt sein soll, oder ob wir in Zukunft jederzeit damit rechnen müssen, dass unsere Telefone abgehört und unsere E-Mails gelesen werden, unsere Computer mit Trojanern verseucht und unsere Mitmenschen Spitzel sind.

Es geht nicht um das Abwägen zwischen Sicherheit und Freiheit, wie von den Befürwortern dieses Gesetzes immer wieder behauptet wird. Es geht um die Abschaffung der Unschuldsvermutung und um die Einrichtung eines unbändigen, staatlichen Überwachungsapparates inklusive einer dazugehörenden Industrie. Es geht darum, ob wir den Anfang vom Ende einer freien Gesellschaft in der Schweiz einläuten wollen oder nicht.

Der Bundesrat behauptet, es ginge nur um etwa 10 schwerwiegende Fälle pro Jahr, wie zum Beispiel die Vorbereitung eines terroristischen Anschlages. Nur, für solche Fälle reichen bereits die bestehenden Gesetze für die polizeiliche Ermittlungsarbeit. Vorbereiten eines Attentates, Mitwirken in einer kriminellen Organisation, usw. sind alles Straftatbestände gegen die, bei konkretem Tatverdacht, auch heute bereits durch die Polizei und Staatsanwaltschaft vorgegangen werden kann.

Mit diesem Nachrichtendienstgesetz wird uns kein Jota mehr Sicherheit gegeben. Menschen mit entsprechender krimineller Energie werden immer Wege finden, die Überwachungsmassnahmen zu umgehen. Es wird darum ziemlich schnell weitergehen mit der Aufrüstung des Überwachungsapparates, wenn er einmal eingerichtet ist. Mit jedem nicht verhinderten Anschlag wird der Spielraum der Staatsschnüffler ausgeweitet werden. Am Ende sind wir alle permanent überwacht, doch die Verbrechen werden nicht verschwunden sein. Es ist eine Abwärts-Spirale die wir allerdings am 25. September noch stoppen können.

Nein, es geht nicht um das Abwägen zwischen Sicherheit und Freiheit. Es geht um die Abschaffung der Freiheit. Darum brauchen wir am 25. September ein klares Nein zum Nachrichtendienstgesetz.

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Programm Musiksymposium 22. September 2016 – Holiday Inn Zürich

http://www.svmv.ch/musiksymposium/programmAm 22. September 2016 werde ich an einer Podiumsdiskussion zum Thema „Urheberrecht quo vadis“ teilnehmen. Dieses Podium wurde bereits im Jahre 2014 in ähnlicher Zusammensetzung durchgeführt. Mittlerweile ist die Vernehmlassung zur Urheberrechtsrevision abgeschlossen, und vielleicht werden wir bis dann ja auch bereits eine neue Botschaft vorliegen haben. Programm Musiksymposium 22. September 2016 – Holiday Inn Zürich

 

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„Soziale Arbeit in der Digitalen Gesellschaft“ – Rückblick auf das Modul | Soziale Arbeit und Social Media

http://blog.sozialinfo.ch/soziale-arbeit-in-der-digitalen-gesellschaft-rueckblick-auf-das-modul/Ich durfte in diesem Modul die Studierenden mit verschiedenen Themen der Netzpolitik und Netzkritik vertraut machen. „Soziale Arbeit in der Digitalen Gesellschaft“ – Rückblick auf das Modul | Soziale Arbeit und Social Media

 

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Ohne Netz steht die Welt still – Ostschweiz am Sonntag Online

ohne netz steht die welt still - ostschweiz am sonntag - 20160529

Wir sind immer online und wir können nicht mehr ohne. Das haben Tausende Angestellte vergangene Woche persönlich erfahren, als das Netz der Swisscom während Stunden nicht verfügbar war. Natürlich waren danach sofort allerlei Netzverächter zur Stelle, um darauf hinzuweisen, wie abhängig wir armen Kreaturen uns von diesem Internet gemacht hätten und dass es uns ganz gut tue, wieder mal offline sein zu müssen. Dabei ist es ein wunderbar ironischer Zufall, dass ausgerechnet die Swisscom, deren CEO sich für den Ausfall öffentlich entschuldigen musste, uns ein paar Tage zuvor – etwas heuchlerisch – dazu ermuntern wollte, auch mal eine Auszeit von diesem Internet zu nehmen.

Ach diese Offliner. Sie sollen natürlich so lange vom Internet fernbleiben dürfen, wie sie wollen. Aber warum haben sie dieses missionarische Bedürfnis, auch alle anderen zur digitalen Abstinenz zu bekehren? Ich gönne ihnen die Schadenfreude, doch meine Analyse des Falles führt nicht zum Schluss, dass wir unsere sogenannte «Netzabhängigkeit» hinterfragen sollten, sondern dass wir dafür sorgen müssen, dass solche Ausfälle möglichst kleinen Schaden anrichten.

Ich selber habe schon längst vorgesorgt und nutze seit Jahren zwei unabhängige Internetzugänge. Früher einen über TV-Kabel und einen ISDN-Backup. Heute ist der ISDN-Anschluss dem fetten Mobile-Abo gewichen. Wir leben nicht mehr als Pfahlbauer, sondern in einer hochtechnischen, vernetzten Welt, und wir sind von verschiedensten Infrastrukturen und Netzen abhängig. Legt ein Unfall die A1 oder die SBB-Strecke Bern–Zürich lahm, gehen ebenfalls Abertausende während Stunden nicht zur Arbeit. Niemandem kommt es dann in den Sinn, das System in Frage zu stellen. Im Gegenteil, die Losung heisst sofort: «ausbauen». Die Stromversorgung fällt so selten aus, dass wir es geradezu herzig finden, wenn die Ladengeschäfte in der Stadt Kerzen anzünden müssen, weil das Licht nicht mehr geht. Aber auch dann gehen wir, sobald der Strom wieder da ist, zurück in den Alltag und fordern nicht plötzlich, dass wir doch hin und wieder den Strom abschalten sollten, um uns auf unser Menschsein zu besinnen. Warum bloss soll das beim Internet sinnvoll sein?

Der Fall ist klar: Wir brauchen eine möglichst stabile Internetversorgung. Dies erreichen wir am besten durch ein dezentrales System mit vielen verschiedenen Marktteilnehmern. Es ist ungesund, wenn ein paar wenige Konzerne unsere Internetinfrastruktur beherrschen. Denn je grösser eine Organisation ist, desto grösser ist ihr Schadenspotenzial. Deshalb müssen wir unter anderem dafür sorgen, dass jedes Gebäude in diesem Land direkt mit einem Glasfaseranschluss ausgerüstet wird und dass der Zugang zu dieser Glasfaserinfrastruktur jedem Anbieter offen ist. Das Leben ist zu kurz, um offline zu sein.

Ursprünglich erschienen in der Ostschweiz am Sonntag vom 29. Mai 2016 (PDF der Seite)

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