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Warum Teleclub Play von Swisscom nicht mit Netflix vergleichbar ist, aber Swisscom möchte, dass wir das glauben.

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Die Swisscom hat heute Ihr Videostreaming-Angebot Teleclub Play lanciert. Das Angebot soll, genauso wie MyPrime von UPC Cableom, ein Konkurrenzprodukt zu Netflix sein. Bei diesem Vergleich ist aber einiges schief und die beiden ISP’s wissen das auch.

Netflix kann ich völlig unabhängig vom Internet-Anbieter beziehen. Die beiden neuen Angebote sind aber jeweils nur in Zusammenhang mit dem Internet-Abo der Provider erhältlich. Ein UPC Cablecom Kunde kann kein Teleclub Play Abo wählen und ein Swisscom Kunde kann kein MyPrime Abo nutzen.

Wenn sie ernsthaft in Konkurrenz auf dem Flatrate-Videomarkt treten wollten, würden diese Produkte als reine IP-Lösungen unabhängig vom Internet-Anschluss vermarktet. Das ist aber nicht der Fall.

Der Grund liegt darin, dass die grossen ISP’s eine Welt schaffen wollen in welcher der Internet-Zugang mit Inhalten und Diensten gekoppelt ist, weil in einem solchen Markt ein viel stärkerer Lock-In-Effekt spielt.

Darum wehren sie sich auch mit Händen und Füssen gegen eine gesetzlich regulierte Netzneutralität.

Die Geschichte, dass Swisscom in Konkurrenz zu Netflix und anderen US-Anbietern stehen ist geschickt aufgebaut, um den Heimatschutzreflex der Politik zu triggern.

 

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2 Responses to Warum Teleclub Play von Swisscom nicht mit Netflix vergleichbar ist, aber Swisscom möchte, dass wir das glauben.

  1. Markus 9. Dezember 2014 at 14:13 #

    Gut gebrüllt Löwe! Ich so, leider. Würde wenn ich könnte genau deshalb auch einen ISP setzen der keine Pakete (Tel, Internet und TV in einem) „schnürt“.

    Nur leider gibt es da keinen bei mir. 🙁

Trackbacks/Pingbacks

  1. Weekend Reader Woche 48 - Philip Büchler - 3. Dezember 2014

    […] Andreas Von Gunten hat übrigens einen interessanten Artikel bezüglich Lock-In solcher Angebote. […]

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