Fake Releases, Leaks und Bootlegs auf Spotify, Apple Music & Co.

Konzertpublikum mit Text "Bootlegs finden immer einen Weg zu den Fans"

Offenbar sind auch die grossen Streaming-Plattformen nicht davor gefeit, dass Songs und Alben von nicht autorisierten Quellen hochgeladen und monetarisiert werden. So kommt es immer wieder vor, dass Aufnahmen von bekannten und weniger bekannten Künstlerinnen via Distributions-Services wie DistroKid, Tunecore oder Sounddrop unter falschem Namen und mit falschen Metadaten in die Kataloge der Streaming-Plattformen gelangen. Die Fans finden diese trotzdem und generieren durch das Anhören der Musik, zum Teil erhebliche, Umsätze für die Leaker. Bei Pitchfork ist ein ausführlicher Beitrag zu diesem neueren Phänomen der Musikindustrie erschienen. Auch wenn der Artikel lang ist, darf das nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich um wenige Einzelfälle handelt und dass ausnahmslos alle illegalen Uploads innert kürzester Zeit aus den Katalogen wieder gelöscht wurden.

Was ich dabei allerdings nicht verstehe, ist, dass die Rechteinhaber nichts dagegen unternehmen können sollen. „Follow the money“ ist ja heute kein Problem mehr. Wenn jemand wirklich Geld mit Werken verdient, für die er oder sie die Urheberrechte nicht besitzt, sollte es problemlos möglich sein, die Kontoinhaberschaft an welche die Auszahlung erfolgte zu identifizieren. Entweder lohnt es sich nicht, den Rechtsweg zu beschreiten, dann ist aber wohl auch der Schaden nicht sehr gross, oder die Industrie lässt das bewusst geschehen um dann bald eine weitere Verschärfung des Urheberrechtes zu verlangen.

Kommentar verfassen

Menü schließen