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Author Archive | Andreas Von Gunten

Die geplante URG-Revision: Gefahr oder Segen für die Digitale Nachhaltigkeit? – DINAcon 20. Oktober 2017

In den nächsten Wochen wird die Botschaft des Bundesrates zur Revision des Urheberrechts erwartet. An der DINAcon 2017, der Konferenz für digitale Nachhaltigkeit, werden Sandra Sykora, Danielle Kaufman und ich, einzelne Aspekte dieser Revision diskutieren und gemeinsam eruieren, wie sich dieses geplante neue Urheberrecht auf die digitale Nachhaltigkeit in der Schweiz auswirken wird.

Was trocken klingt, ist äusserst relevant für die zukünftige Zugänglichkeit von Kultur und Wissenschaft in der Schweiz. So ist zum Beispiel ein neues Lichtbildschutzrecht geplant, welches dazu führen könnte, dass alle derzeit nicht mehr urheberrechtlich geschützten Werke der bildenden Kunst für immer und ewig privatisiert und eingesperrt werden.

Es wäre darum wichtig, dass möglichst viele Kulturvermittler*Innen, Journalist*Innen, Kurator*Innen, Mitarbeiter*Innen von Gedächtnisinstitutionen (Museen, Archive, Bibliotheken, usw.) , Blogger*Innen, Grafiker*Innen, Gründer*Innen von Kultur Startups, Politiker*Innen, Verantwortliche von Digitalisierungsprojekten und andere Interessierte am nächsten Freitag 20. Oktober nach Bern an die DINAcon 2017 kommen. Weitere Infos zu unserer Session hier: Die geplante URG-Revision: Gefahr oder Segen für die Digitale Nachhaltigkeit? – DINAcon und hier geht’s direkt zur Anmeldung.

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Gewählt im ersten Wahlgang

493 Menschen haben mich heute im ersten Wahlgang in den Gemeinderat von Kölliken gewählt. Vielen herzlichen Dank, allen die mir dieses Vertrauen schenken. Ich freue mich sehr auf diese Arbeit. Herzliche Gratulation auch an meinen Parteikollegen und Vizeamman Steven Schneider sowie dem Gemeindamman Mario Schegner und den anderen gewählten Kollegen, und natürlich meiner Liebsten Cornelia Diethelm und unserer Super-Kandidatin Esther Waldy für die grossartige Wahl in die Finanzkommission. Jetzt wird aber zuerst ein wenig gefeiert. Ab 14:00h gibt es bei uns an der Berggasse 14 einen kleinen Wahlapéro, Köllikerinnen und Kölliker (natürlich auch andere) die vorbeikommen möchten, sind herzlich eingeladen.

Ursprünglich auf Facebook geposted am 24. September 2017

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Grüne / Bäretatze Kölliken unterstützen meine Kandidatur für den Gemeinderat

Die Grünen / Bäretatze Kölliken unterstützen meine Kandidatur für den Gemeinderat und diejenige von Esther Waldy für die Finanzkommission. Es handelt sich bei der gedruckten Medienmitteilung um einen Fehler. Martin Bossard, der Präsident der Grünen Kölliken hat auch eine entsprechende Meldung an die Redaktionen der Lokalpresse geschickt und einen Facebook Post verfasst:

KORRIGENDUM
Grüne – Bäretatze Kölliken unterstützen Cornelia Diethelm (bisher) und Esther Waldy (neu) für die Finanzkommission sowie Steven Schneider (bisher) und Andreas von Gunten (neu) für den Gemeinderat.

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John Stuart Mill über Liberalismus und das Wohl des Anderen“

„Es hieße, diese Lehre vollkommen mißverstehen, wenn man vermutete, sie lehre selbstsüchtige Gleichgültigkeit und sie behaupte, daß die Menschen im Leben nichts miteinander zu tun hätten und daß sie sich um das Wohlverhalten und Wohlsein anderer nur soweit zu kümmern hätten, als ihre eignen Interessen dabei im Spiel sind. Wir brauchen wahrlich nicht eine Verminderung, sondern eine erhebliche Vermehrung des uneigennützigen Interesses für das Wohl anderer.“

Ich bin gerade dabei eine E-Book Version mit Deutscher Übersetzung und Englischer Original Version dieses Werkes produzieren. Und für die, die den Text nicht kennen. Es handelt sich hierbei nicht um ein sozialistisches Pamphlet, sondern um eines der wichtigsten Werke des klassischen Liberalismus. Das Zitat stammt aus dem Essay „On Liberty / Über die Freiheit“ von John Stuart Mill.

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Keine Netzsperren im AGUR12 II Vorschlag – Es braucht trotzdem noch einmal eine Vernehmlassung

keine netzsperren agur12-ii-20170303

Gestern Abend hat die AGUR12 II ihre Vorschläge für die Revision des Urheberrechts präsentiert. Das erfreuliche daran ist auf jeden Fall, dass in diesem Vorschlag keine Netzsperren vorgesehen sind. Doch wir dürfen uns nicht zu früh freuen. Der Vorschlag beinhaltet einige bittere Pillen und die Unterhaltungsindustrie wird kaum aufgeben. Darum ist es wichtig, dass auch ein neuer Vorschlag noch einmal in die Vernehmlassung geschickt wird.

Gemäss Medienmitteilung des IGE (PDF) sind neben den Netzsperren auch die Warnhinweise für P2P-Nutzer aus dem Vorschlag gekippt. Die einzige Massnahme gegen die sogenannte ‚Internet-Piraterie‘, die übrig geblieben sei, soll die Stay-Down Forderung bei nicht-kooperativen Hosting-Providern sein.

Das klingt auf jeden Fall schon viel besser, als die erste Vorlage, die im Dezember 2015 in die Vernehmlassung geschickt wurde. Aber eine sinnvolle Beurteilung dieser Massnahmen kann erst erfolgen, wenn wir die Empfehlungen der AGUR12 II im Wortlaut lesen können und vor allem erst dann, wenn der neue Vorschlag des Gesetzestextes des Bundesrates vorliegt.

Es gibt allerdings neben einigen vielversprechenden Aussagen zu den Empfehlungen wie zur vergütungsfreien Wissenschaftschranke, zu den verwaisten Werken oder zur erweiterten Kollektivlizenz auch gefährliche Warnsignale. So soll die Schutzfrist für Aufnahmen von 50 wohl auf 70 Jahre verlängert werden und es soll ein Lichtbildschutz für Fotografen eingeführt werden. Die Schutzfrist-Verlängerung ist bereits unnötig und schädlich, sollten doch im Gegenteil die absurd langen Schutzfristen im Urheberrecht verkürzt statt verlängert werden. Viel problematischer und äusserst gefährlich ist allerdings der vorgesehene Lichtbildschutz. Mit einem solchen neuen und unbegründeten Recht auf jede Art von Lichtbild unabhängig von der Schöpfungshöhe, wird einerseits von einem wesentlichen Grundprinzip im Urheberrecht abgewichen und andererseits müssen wir damit Rechnen, dass dadurch die vorhandene Public Domain weitgehend reprivatisiert werden wird. Die globalen kommerziellen Fotoarchive wie Getty Images reiben sich bereits die Hände. Nicht zu vergessen, dass dadurch auch bei uns in der Schweiz das unsägliche Abmahnwesen durch Fotografen-Tricks, welches wir aus Deutschland kennen, Einzug halten wird.

Das EJPD will nun die Vorschläge der AGUR 12 II in seine Überlegungen zur Revision des URG einfliessen lassen und via Bundesrat um Juli 2017 einen Antrag zum weiteren Vorgehen stellen.

Dazu sei noch einmal in Erinnerung gerufen, dass es eigentlich einen Vernehmlassungsprozess gegeben hat, der im Gegensatz zur Behauptung der SDA-Meldung, überhaupt nicht erfolglos war. Sind doch mehr als 1200 Vernehmlassungsantworten eingegagen. Doch anstatt diese auszuwerten, hat Bundesrätin Sommaruga den Prozess kurzerhand abgebrochen und die umstrittene Arbeitsgruppe AGUR12, die bereits in den Jahren vorher erfolglos einen so genannten ‚Kompromiss‘, vor allem zugunsten der Unterhaltungsindustrie, erarbeitet hat, wieder eingesetzt.

Es ist darum wichtig, dass der Bundesrat im Sommer klar macht, dass er auch einen neuen Gesetzesentwurf wieder in die Vernehmlassung schicken wird. Denn wenn es sich hier wirklich um einen tragfähigen Kompromiss handeln sollte, wie das die Pressmitteilung suggeriert, dann muss er auch keine Angst davor haben, dass er in der Vernehmlassung wieder zusammenbricht. Der viel wichtigere Grund ist aber, dass alle diejenigen, die wiederum nicht in der AGUR12 vertreten waren, die Möglichkeit haben, sich in einem klar definierten demokratischen und rechtsstaatlichen Prozess, schriftlich zur neuen Vorlage zu äussern. Nur so kann einigermassen sichergestellt werden, dass diese Meinungen im darauf folgenden parlamentarischen Prozess auch nur den Hauch einer Chance haben, gehört zu werden.

Wir müssen natürlich immer noch davon ausgehen, dass die Unterhaltungsindustrie, sowohl in der derzeitigen Phase der Entscheidungsfindung über das weitere Vorgehen im EJPD, wie auch später, wenn die Vorlage im Parlament ist, alles daran setzen wird, die Netzssperren wieder reinzubekommen. Warum sonst haben sich diese Kreise im Zusammenhang mit den Netzsperren im Geldspielgesetz derart ins Zeug gelegt und lobbying dafür betrieben? Sicher nicht, im jetzt aufzugeben.

Nur eine Vernehmlassung zeigt den Parlamentarierinnen und Parlementariern, wie sich die Meinungen zu diesem Gesetz in unserem Land darstellen.

 

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Amazon hat auch ein Betriebssystem, es heisst Alexa

Screenshot: ALEXA: AMAZON’S OPERATING SYSTEM

In short, Amazon is building the operating system of the home — its name is Alexa — and it has all of the qualities of an operating system you might expect:All kinds of hardware manufacturers are lining up to build Alexa-enabled devices, and will inevitably compete with each other to improve quality and lower prices.Even more devices and appliances are plugging into Alexa’s easy-to-use and flexible framework, creating the conditions for a moat: appliances are a lot more expensive than software, and much longer lasting, which means everyone who buys something that works with Alexa is much less likely to switch

Quelle: Alexa: Amazon’s Operating System – Stratechery by Ben Thompson

Amazon scheint einen neuen Seiteneingang gefunden zu haben, um Google, Apple und Microsoft und evtl. auch Facebook grundsätzlich auszubooten.

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Auf lange Sicht wird das Musikbusiness wohl von den Telkos beherrscht werden.

Screenshot Bandcamp Blogpost.

Longer term, if subscription music rental can’t work as a standalone business, then it will only exist as a service offered by corporate behemoths to draw customers into the parts of their businesses where they do make money, like selling phones, service plans, or merchandise. And when the distribution of an entire art form is controlled by just two or three nation-state-sized companies, artists and labels will have even less leverage than they do now to set fair rates, the music promoted to fans will be controlled by a small handful of gatekeepers, and more and more artists will be hit with the one-two punch of lower rates and less exposure. The net effect for music as a whole is worrisome.

Quelle: Everything is Terrific: The Bandcamp 2016 Year in Review « Bandcamp Daily

Das ist genau die Situation in welcher die Musiker und Musikerinnen selbstverschuldet enden werden, weil sie glauben, dass die grossen Musikkonzerne ihre Interessen vertreten und hoffen, dass diese dereinst für sie in einem geschlossenen System Geld verdienen werden, lassen sie es zu, dass am Ende sowohl die Musikschaffenden als auch die Musikliebhaber im Netz zu den Verlierern gehören werden.

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